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Mostviertler Alpakahof: Zu Besuch bei den „göttlichen Faserlieferanten“ des Mostviertels

Michaela Aichinger, 10.10.2020 08:22

BIBERBACH. Schon viele Generationen lang wird auf dem Vierkant-hof der Familie Edermayr Landwirtschaft betrieben. Seit zehn Jahren liegt der Schwerpunkt eindeutig auf Alpakas, den „göttlichen Faserlieferanten“.

  1 / 3   Ingrid und Karl Edermayr haben vor zehn Jahren den Mostviertler Alpakahof in Biberbach gegründet. Foto: mai

Alles begann vor zehn Jahren, als für Karl Edermayr die Übernahme des elterlichen Betriebes anstand. „Meine Eltern haben Zuchtsäue gehalten. Ich bin mit Tieren aufgewachsen, wollte aber den Betrieb nicht auf diese Weise fortführen. Also habe ich mich mit meiner Frau nach Alternativen umgesehen, wobei wir zum ersten Mal auf Alpakas trafen“, erinnert sich Edermayr.

Faszination Alpaka

Dies sollte der Beginn einer faszinierenden Passion werden. „Es war ihr sanftmütiges Wesen, ihr Blick und ihre Neugier, die uns in ihren Bann zogen und schnell war der Entschluss gefasst, dass wir in Zukunft mit diesen besonderen und vielseitigen Tieren arbeiten wollen“, so Edermayr. Nach einer Vorbereitungszeit trafen 2010 die beiden ersten Zuchtstuten aus Neuseeland ein.

Derzeit 20 Tiere

Derzeit befinden sich 20 Tiere am Mostviertler Alpakahof. Die ältesten sind 14 bis 15 Jahre alt. Alpakas sind sehr pflegeleicht. Sie brauchen Heu, Wasser, eine ausreichend große Weide und einen Unterstand.

Keine Tiere zum Kuscheln

Streicheleinheiten erdulden die Tiere nur bedingt: „Auch wenn das kuschelige Fell verlockend ist – Alpakas sind Fluchttiere und absolut nicht zum Kuscheln geeignet. Vor allem am Kopf sind sie sehr empfindlich“, informiert Edermayr.

Qualität statt Quantität

In puncto Zucht setzt der Biberbacher auf Qualität statt Quantität. „Unser Grundsatz ist, gesunde und hochwertige Tiere mit bester Abstammung zu züchten. Oberstes Ziel ist nicht die Quantität, sondern das Wohlergehen der Tiere im Einklang mit der Natur. Die Wollqualität und ein guter Körperbau sind eine gute Basis, damit die Tiere lange eine gute Wolle liefern können“, erklärt Edermayr, der seine Alpakas direkt am Hof schert. Die Wolle wird über einen Verein gesammelt und geht an eine Firma, die Bettwaren, Decken und Polster produziert.

Sehr feine Wolle

„Alpakafaser zählt zu den wertvollsten Naturfasern der Welt. Die Wolle kann es in ihrer Feinheit mit Kaschmir aufnehmen. Die Haare besitzen eine spezielle Struktur, die thermo-regulierend ist. Außerdem enthält Alpaka-Wolle wenig Lanolin und ist somit für Allergiker besser geeignet“, so Edermayr.

Mobile Jungs

Übrigens: Der Alpakahof bietet einen Deckservice an. „Unsere Deckhengste haben bereits tolle Fohlen hervorgebracht. Bei Bedarf sind die Jungs mobil“, erklärt der Züchter. 

Wer sich informieren oder auch den Hof besuchen möchte, ist eingeladen, mit den Edermayrs in Kontakt zu treten:

Tel. 0664/9221000

www.mostviertel-alpaka.at


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