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AMSTETTEN. Im Zuge des Waldmanagementplanes für die Forstheide wurde die Laufstrecke 1 begutachtet. Erste  Maßnahmen zur Wegesicherung wurden dokumentiert. In den kommenden Wochen werden Holz-Arbeiten entlang der Laufstrecke durchgeführt.

Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder und Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder Foto: Stadtgemeinde Amstetten

„Hier wird es auch zu temporären Sperren kommen“, so Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder (Die Grünen). „So manch Einer hat sich vielleicht schon über die pinkfarbigen Kennzeichnungen und Buchstaben an den Bäumen entlang der Laufstrecke gewundert“, so der Umweltstadtrat weiter. Wichtig sei ihm, die Bedürfnisse der Waldbesucher und die Anforderungen an einen Naturwald gleichermaßen zu berücksichtigen und in Einklang zu bringen.

Sicherheit geht vor – Biotop-Holz

Entlang dieses Waldweges wurden einige Bäume gefunden, die für die Sicherheit des Waldbesuchers eine Gefahr darstellen können. Manche Stämme weisen eine gute Standfestigkeit auf und können daher als stehendes Habitat weiter bestehen bleiben. Diese wurden mit dem Buchstaben „H“ gekennzeichnet. Hier werden die Krone und die Äste komplett entfernt, es bleibt lediglich der Stamm als Biotop-Holz stehen.

Lebensraum für viele Organismen

Biotop-Holz oder Totholz bietet laut Hörlezeder Lebensraum für viele Organismen und erfüllt darüber hinaus weitere wichtige Aufgaben wie Nährstoff- und Wasserspeicherung. „Grundsätzlich gilt: je dicker und länger die Totholzstämme sind, desto wertvoller sind sie als Lebensraum. Ob ausreichend Totholz vorhanden ist, kann durch das Vorkommen bestimmter Leitarten der Tier- und Pflanzenwelt bestimmt werden. Das Fehlen oder ein Populationsrückgang von zum Beispiel Spechten weist auf eine mangelhafte Habitatstruktur hin. Entlang der Laufstecke konnten Spechtlöcher in alten Bäumen gesichtet werden, die unbedingt erhalten werden müssen“, erklärt Hörlezeder weiter.

Liegendes Totholz

„Die Bäume, die mit einem „X“ gekennzeichnet wurden, müssen aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Diese werden aber als liegendes Totholz auch weiterhin ihren Dienst gegen die Biodiversitätskrise leisten“, so VP-Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder.

Totholz-Entfernung

Des Weiteren gibt es die Kennzeichnung „T“. Dies steht für Totholzentfernung. „Hier müssen abgestorbene Äste, die über den Weg ragen, aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Totholzäste die auf die Waldinnenseite zugewandt sind, werden nicht entfernt. Diese Eingriffe werden sehr schonend durchgeführt“, so Hörlezeder

Nachhaltiges Totholz-Management

Das Anheben der Totholzvorräte sei eine Langzeitaufgabe und brauche „ein nachhaltiges, kontinuierliches Totholz-Management“. Ziel sei eine Vernetzung von mehreren Totholzlebensräumen durch Korridore. „Im derzeit entstehenden integrativen Waldmanagementplan wird dieses Konzept zum klimafitten Naturwald weiter erarbeitet“, so Hörlezeder abschließend.


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