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AMSTETTEN. Eine spontane Aktivistengruppe hat zu einem Wochenende für Moria aufgerufen und ein Protestcamp eingerichtet.

Das Protestcamp der Aktivistengruppe auf der Missionswiese (Foto: privat)
Das Protestcamp der Aktivistengruppe auf der Missionswiese (Foto: privat)

AMSTETTEN. Eine spontane Aktivistengruppe hat zu einem Wochenende für Moria aufgerufen und ein Protestcamp eingerichtet. Auf der Missionswiese der Pfarre St. Stephan haben sieben Personen ihr Zelt aufgeschlagen, um auf die unerträgliche Situation in den Flüchtlingslagern Griechenlands hinzuweisen. Aktivistin Elisabeth Jäger: „Es geht um die Grenze, an der menschenwürdiges Leben beginnt und menschenunwürdiges Leben aufhört. Mitten in Europa wird diese Grenze seit sechs Jahren überschritten. Die Flüchtlingslager in Europa sind menschenunwürdig. Die kalte Asylpolitik der Bundesregierung ist Österreich nicht würdig.“

Elend im Flüchtlingslager Kara Tepe auf Lesbos

Sabine Sommerhuber aus Bruck/Mur berichtete über das Elend im Flüchtlingslager Kara Tepe auf Lesbos: „Mehr als 8.000 Frauen, Männer und Kinder werden aus politischem Kalkül jeglicher Menschenwürde beraubt: verdorbenes Essen, keine Möglichkeiten der Körperhygiene, kein Schutz vor Nässe und Kälte, keine ärztliche Versorgung. Die Scham der Menschen über das Resultat dieser mangelnden bis fehlenden Körper-und Kleidungspflege ist unsäglich. Und das alles um – wie einige Politiker meinen – zu möglichst abschreckenden, grausamen Bildern zu gelangen, damit weitere Schutzsuchende einen Umweg um Europa machen?“

Lösungsmöglichkeiten

Bei der Protestaktion wurden auch Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Im vergangenen Oktober hat die Initiative „Courage – Mut zur Menschlichkeit“ über 3.000 „sichere Plätze“ in Österreich identifiziert, die Kapazitäten für eine geordnete Rettung von 100 Familien wäre also vorhanden.


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