Innenstadt-Konzept: Der Masterplan für die Amstettner City ist fertig
AMSTETTEN. Die Innenstadt bekommt einen neuen Anstrich: Begegnungszonen mit zahlreichen Bäumen sollen die Aufenthaltsdauer der Bürger erhöhen und zugleich das Mobilitätsverhalten verändern.

Etwa sechs Millionen Euro möchte die Amstettner Stadtregierung in die Entwicklung und Stärkung der Zentrumszone investieren, wie VP-Bürgermeister Christian Haberhauer bei der Präsentation des Masterplanes gemeinsam mit den beauftragten Experten im „mozArt“ Amstetten erklärte. Geplant seien Begegnungszonen mit zahlreichen Bäumen und Grünoasen am Hauptplatz, in der Rathausstraße und am Bahnhofsvorplatz. In solchen Zonen sind Fußgänger, Rad- und Autofahrer gleichberechtigt. Vorgeschrieben ist ein Tempolimit von 20 km/h.
Begrünter Hauptplatz
„Der Hauptplatz bietet aktuell wenig Aufenthaltsqualität. Um ihn als Verweil- und Konsumzone attraktiver zu gestalten, sollte mehr Struktur hineingebracht werden. Es ist wichtig, Einkaufen und konsumfreie Zonen in Einklang zu bringen, ohne dabei die bisherigen Möglichkeiten des Hauptplatzes zu verwerfen“, so Stefan Lettner von der Beratungsagentur Cima, der auch darauf pocht, beliebte Markenfirmen in die Stadt zu bringen. Neben geplanten Raumaufteilungen mittels Möblierung ist in den Vorschlägen der Wiener Planerfirma Yewo Landscapes GmbH die Neubegrünung ein wesentlicher Gestaltungsfaktor des Hauptplatzes der Zukunft. So sollen 30 neue Hochstammbäume gepflanzt werden. Auch einen Event- und Marktbereich werde es geben.
Begegnung in der Rathausstraße
Die Rathausstraße gilt als wichtigstes Verbindungsstück zwischen dem City Center Amstetten und dem Hauptplatz. „Durch eine Begegnungszone in dieser Straße mit mehr Außenfläche für Gastro- und Verweilzonen können sicherlich positive Synergieeffekte sowohl für das CCA als auch für bestehende Innenstadtbetriebe erzielt werden“, so die Yewo-Planerin Karolina Petz.
Verkehrsberuhigung
Zum Thema „Verkehrsberuhigung in der Innenstadt“ äußerte sich der unter anderem für Mobilität zuständige VP-Vizebürgermeister Markus Brandstetter: „Das kann nicht von heute auf morgen passieren. Wichtig ist, auf die hohe Anzahl an PKW-Stellflächen rund um das Zentrum aufmerksam zu machen. In den Begegnungszonen werden Parkplätze nur geopfert, wenn aus der Fläche ein höherwertiger Nutzen gezogen werden kann“.
Erste Bäume 2023
Das Neugestaltungskonzept der Innenstadt basiert auf der Stadterneuerung Amstetten (SAM). Nun braucht es einen Gemeinderatsbeschluss über den Masterplan. Danach soll es laut Bürgermeister Haberhauer einen EU-weiten Wettbewerb für die weitere Planung geben. Erste Bäume am Hauptplatz sollen 2023 gepflanzt werden. „Bis 2024 wollen wir fertig sein“, so Haberhauer. Eine Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes sei nur in Kooperation mit den ÖBB möglich. Es gebe erste Gespräche.
SPÖ: „Kein großer Wurf“
SP-Klubsprecher Helfried Blutsch zu den Innenstadt-Plänen der Stadtregierung: „Die neuen Pläne sind sicher nicht der große Wurf, aber sie können durchaus als Grundlage für die europaweite Ausschreibung angesehen werden. Sie sind die Umsetzung der Erkenntnisse der letzten Jahre. Wir werden uns diesen Plänen vorerst natürlich nicht verwehren. Besonders eine Begrünung der Innenstadt halten wir für eine gute Sache“. Die Begrünung müsse allerdings „strategisch und gut durchdacht“ passieren. „Eine genaue Bewertung der Vorhaben kann es erst geben, wenn es konkrete Angebote und einen fixen Plan gibt“, so Blutsch.
SP-Vizebürgermeister Gerhard Riegler betont, dass die weiteren Planungen in enger Abstimmung mit den Amstettnern, vor allem mit den Geschäftsleuten vor Ort, passieren müssten: „Hier braucht es einen offenen Dialog mit allen Interessierten“, fordert Riegler.


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05.07.2021 22:35
Mutwillige Zerstörung
Amstetten Innenstadt wir so enden wie die Thaliastrasse in Wien. Als wir vor mehr als 40 Jahren nach Wien zogen und unsere Kinder dort aufwachsen war die Thaliastrasse eine Einkaufsstraße mit variabler Einkaufsmöglichkeit und genügend Parkplätze. Man bekam gleich ums Eck alles zum Leben notwendige. Heute hat man zwar viel Platz zum Verweilen aber dafür zahlreiche Parkplätze geopfert. Da deshalb die Kunden, die ihre Einkäufe nicht in Öffis nach Hause schleppen wollen, ausbleiben haben viele der alten Geschäfte geschlossen bzw. sind abgesiedelt. Aus einer belebten Einkaufsstraße wurde eine für die Anwohner unzumutbare lärmbelastende und nicht mehr Wohngegend. Danke an die verfehlte Politik. Nach den in den hs. Medien publizierte Gestaltung der Amstettner Innenstadt wird die dort wohnende Bevölkerung das gleiche Schicksal wie die Ottakringer ertragen müssen. Mein aus negativ gemachter Erfahrung Tipp - wehrt euch für die Aufrechterhaltung eures Lebensstandards in der Amstettner Innenstadt bevor es zu spät ist