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Uralte Beziehung endete einst im Streit - jetzt verstehen sich Amstettner und Stift Metten prächtig

Michaela Aichinger, 07.09.2021 09:27

AMSTETTEN. Im Juli besuchten der Abt von Stift Metten (Bayern), Wolfgang M. Hagl, sowie der Bürgermeister von Markt Metten, Andreas Moser, die St. Agatha-Kirche, eine Filialkirche der Salesianerpfarre Amstetten Herz Jesu. Diese stand jahrhundertelang im Besitz des bayerischen Klosters und gilt als eine der ältesten Kirchen Niederösterreichs. Jetzt schrieb der Abt einen Brief an Pfarre und Gemeinde, in dem er sich für die Gastfreundschaft bedankte und auf einen Gegenbesuch hofft.

  1 / 4   Besuch in der Eisenreichdornacher Agathakirche (Gemeinde Amstetten) - mit Abt Wolfgang Hagl, Amstettner Pfarrer P. Hans Schwarzl, Ortsvorsteher Andreas Gruber, Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer ua. (Foto: Wolfgang Zarl)

 

Der Benediktiner-Obere schrieb: „Mir ist bei unserem Besuch so richtig bewusstgeworden, dass uns eine 900-jährige Geschichte verbindet, die 1787 für mein Kloster leider sehr unrühmlich endete. Sie haben uns jedoch nicht spüren lassen, dass Ihre Vorfahren damals sicher hörbar aufatmeten, als die Beziehung zu Metten beendet wurde, ganz im Gegenteil: Sie haben uns mit größter Gastfreundschaft empfangen. Dafür danke ich Ihnen und allen Beteiligten sehr herzlich.“

Zum Hintergrund

Rund 900 Jahre gehörte die Agatha-Kirche in Eisenreichdornach bei Amstetten zu Stift Metten. Dies endete, nachdem die Bevölkerung aufbegehrte. Zuvor machte ein Tross aus Stift Metten in Eisenreichdornach Halt; die Rechnung legte man der Bevölkerung von Eisenreichdornach auf; dadurch kam es zu langwierigen Gerichtsverfahren, die die Eisenreichdornacher für sich entschieden - das einfache Volk gewann also gegen die Obrigkeit; zugleich wollten auch die Habsburger die Bayern wohl nicht mehr im Lande. Eisenreichdornach war für das bayerische Stift eine Zwischenstation für die Besitzungen in der Wachau, von wo man über die Donau Wein nach Metten schiffte. Aber auch diese Besitzungen gingen für Metten verloren.


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