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Stadt Amstetten verlieh Ehrenringe an Feuerwehrmänner

Michaela Aichinger, 30.09.2021 11:01

AMSTETTEN. Nach Armin Blutsch und Karl Etlinger durfte VP-Bürgermeister Christian Haberhauer auch den langjährigen Kommandanten der FF Greinsfurth und Abschnittsfeuerwehrkommandanten Stefan Schaub, den Ehrenring der Stadtgemeinde Amstetten verleihen.

Verleihung der Ehrenringe (Foto: Stadtgemeinde Amstetten)
Verleihung der Ehrenringe (Foto: Stadtgemeinde Amstetten)

Für seine Verdienste um das Feuerwehrwesen wurde ihm der Ehrenring in Silber vom Gemeinderat zuerkannt. Der Ehrenring in Gold ging an Armin Blutsch. Karl Etlinger erhielt den Ehrenring in Silber.

Armin Blutsch

50 Jahre lang war Armin Blutsch im Feuerwehrdienst – 15 Jahre davon als Kommandant der Amstettner Feuerwehr. Die Liebe zur Feuerwehr war Blutsch sozusagen in die „Wiege“ gelegt worden. Schon sein Vater war Kommandant der Amstettner Feuerwehr und so war es nur selbstverständlich, dass seine Karriere 1971 bei der Feuerwehrjugend begann.

Im Laufe der Zeit war Armin Blutsch in den verschiedensten Funktionen tätig – vom Feuerwehrjugendführer (1977-1990) über Zugtruppenkommandant (1986-1988), 2. Feuerwehrkommandant- Stellvertreter (1988-1996) bis zum Kommandanten (1996-2021). Zusätzlich bekleidete Blutsch zahlreiche Funktionen im Landesfeuerwehrverband: Abschnittsfeuerwehrkommandant (1996-2001), Bezirksfeuerwehrkommandant (1996-2016), Vorsitzender Finanzausschuss (2001-2006) und Landesfeuerwehrkommandan-Stellvertreter (2006-2021). Von 2012 bis 2020 war Armin Blutsch auch Vizepräsident des Bundesfeuerwehrverbands.

Erwähnenswert ist auch, dass während der „Ära“ von Armin Blutsch jedes Fahrzeug des Fuhrparks mindestens einmal neu angeschafft wurde. Weiters erfolgte unter Kommandant Blutsch im Jahr 2008 die Ausrichtung des Landesfeuerwehrleistungsbewerbs, im Jahr 2016 das Landesfeuerwehrjugendlager und im Jahr 2018 die 150-Jahr-Feier. Über 5.400 Einsätze und Übungen hat Blutsch seit Beginn seiner aktiven Dienstzeit gemacht.

Karl Etlinger

Seit 1988 ist Karl Etlinger Mitglied bei der FF Preinsbach. Im Zuge seiner Feuerwehrlaufbahn hatte er zahlreiche Funktionen auf Lokal-, Abschnitts-, Bezirks- und Landesebene inne. Im Jahr 2001 wurde Etlinger als Kommandant der FF Preinsbach angelobt. Erreicht hat der pragmatische Feuerwehrmann in diesen zwei Jahrzehnten für seine Wehr einiges: Das umgebaute und erweiterte Feuerwehrhaus wurde eingeweiht und der Mannschaftsstand ist unter seiner Führung von 48 auf 86 Mitglieder angewachsen.

Die Ausrüstung samt Bekleidung wurde modernisiert, der Fuhrpark erneuert und in den letzten Jahren wurden ein Mannschaftstransporter sowie die Einsatzfahrzeuge HLF 2 und HLF 3 gekauft. Besonders stolz ist Etlinger aber auf die Gründung der Feuerwehrjugend, die bei der FF Preinsbach einen besonderen Stellenwert einnimmt. Federführend war Etlinger auch bei dem Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold.

Für seine Verdienste um das Feuerwehrwesen wurde Karl Etlinger mehrfach ausgezeichnet (Verdienstmedaille der Stadtgemeinde Amstetten in Gold, das Ausbilderverdienstabzeichen in Gold oder das Verdienstabzeichen des Bundesfeuerwehrverbands 3. Stufe).

Stefan Schaub

Am 22. Jänner stellte sich Stefan Schaub nach 15 Jahren als Kommandant der FF Greinsfurth nicht mehr der Wiederwahl, Kommandant des Abschnitts Amstetten-Stadt bleibt Schaub aber. Schaub trat 1983 in die Feuerwehr ein, 1988 wurde er Gruppenkommandant, 1990 Sachbearbeiter Schadstoff und 2001 Kommandantstellvertreter. Im Jahr 2006 wurde der heute 53-Jährige zum Feuerwehrkommandant gewählt.

Auf Abschnittsebene engagierte er sich als Fachmann für den Vorbeugenden Brandschutz und als Sachverständiger Feuerpolizeiliche Beschau, weiters ist er unter anderem im Bezirksführungsstab und Mitglied im Schadstoffberatungsdienst des Landesfeuerwehrkommandos. Seit 2011 ist er Abschnittsfeuerwehrkommandantstellvertreter und seit 2017 Kommandant des Abschnitts Amstetten-Stadt mit ihren fünf freiwilligen Wehren und drei Betriebsfeuerwehren.   

Die prägendsten Einsätze waren für ihn, als eine Person in einen Maishäcksler geriet, dieser wurden beide Beine abgedreht. Besonders herausfordernd waren weiters das Hochwasser 2002, der Einsturz eines Stallgebäudes sowie das Eisenbachunglück in Greinsfurth mit einem Todesopfer. Einige schlimme Einsätze beschäftigen ihn heute noch. Bei den beiden größten Einsätzen der FF Greinsfurth in seiner Zeit als Kommandant war er allerdings auf Dienstreise: beim Brand eines Abfallwirtschaftszentrums und eines Kieswerks.

Schaub hat beim Aufbau des Schadstoffzugs Amstetten ab 1993 mitgewirkt. Intensive Fortbildungen gab er im Bereich Vorbeugender Brandschutz und als Berater der Baubehörde im Bauverfahren ab 2001. Stolz mache ihn der gute Ausbildungsstand der FF Greinsfurth sowie die Personalentwicklung. Dass die FF Greinsfurth in der Bevölkerung hohes Ansehen genießt freut Schaub.

 Auch die Einrichtung der Kinderfeuerwehr ab 2019 bereitet ihm Freude. Seit seinem Amtsantritt als Kommandant im Jahr 2006 ist die Mitliederzahl von 71 auf 94 gestiegen und die Zahl der Feuerwehrjugendmitglieder hat sich auf derzeit 14 verdoppelt.   

Wichtig ist Stefan Schaub, dass sich alle Feuerwehrmitglieder mit Respekt begegnen, geprägt von tiefem Vertrauen und einer gegenseitigen Wertschätzung für die erbrachten Leistungen, egal ob aktuell, vor vielen Jahren, beim Fest oder im Einsatz! Jedes Mitglied bringt sich auf seine Weise in die Feuerwehr ein und macht sich damit verdient!

Weiters sei ihm die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrmitglieder auf allen Ebenen zentral. Außerdem betont er die laufenden Anstrengungen zur Mitgliedergewinnung sowie die Förderung der Feuerwehrjugend. Der Fuhrpark wurde auch erneuert: Kommandofahrzeug (2006 gebraucht von FF Amstetten), Mannschaftstransportfahrzeug (neu 2012), Versorgungsfahrzeug (neu 2017).   

Er werde nun das neue Kommando bestmöglich unterstützen und sein Wissen und seine Erfahrungen weitergeben. Schaub wünscht dem neuen Kommando „viel Kraft und Energie für alle kommende Herausforderungen sowie Gelassenheit und Toleranz, wenn es mal nicht so läuft“. Außerdem hofft  er „auf die gleiche Unterstützung und den gleichen Rückhalt der Mannschaft, wie sie mir zu Teil wurde“.


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