Kundgebung "Frei leben ohne Gewalt" am Hauptplatz Amstetten
AMSTETTEN. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und der 16 Tage gegen Gewalt findet am Donnerstag, dem 25. November, um 10 Uhr am Hauptplatz Amstetten eine Kundgebung statt.

In alter Tradition und aus internationaler Solidarität wird auch die Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ gehisst. Vertreter von Frauen- und Opferschutzeinrichtungen sowie der Politik gestalten mit Statements das Programm der Kundgebung. „Wir freuen uns, dass Bürgermeister Christian Haberhauer, Stadträtin Elisabeth Asanger und Gemeinderätin Sarah Huber ihre Solidarität bekunden“, so Sonja Mille von der Frauenberatung Mostviertel.
Drei neue Projekte
Weiters werden drei neu gestartete Projekte für den Gewaltschutz in Amstetten vorgestellt: „Luisa ist da“ – Projekt gegen sexuelle Belästigung in Lokalen; StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt; Beratungsstelle für Gewaltprävention – Täterarbeit nach Betretungsverboten.
Wo beginnt Gewalt?
„In Österreich gab es 2021 bereits 23 Femizide – die vorsätzliche Tötung einer Frau durch einen Mann. Davon wurden 22 – mutmaßlich – durch (Ex-)Partner, Bekannte oder Familienmitglieder verübt. Femizide sind das traurige Ende einer langen Gewaltspirale. Gewalt beginnt nicht erst bei Schlägen; Gewalt ist auch, gedemütigt, entwertet, beschimpft zu werden, gestoßen, festgehalten, eingesperrt zu werden, kontrolliert, verfolgt, bedroht zu werden, sich für alles rechtfertigen zu müssen, um jeden Euro fragen zu müssen, zum Sex gezwungen zu werden - wenn man Angst hat“, verdeutlicht Sonja Mille von der Frauenberatung Mostviertel.


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