Frauenhaus Amstetten macht mit Transparent auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam
AMSTETTEN. Anlässlich des Jubiläums „30 Jahre Frauenhaus Amstetten“ ist von 22. November bis 10. Dezember im Graben in Amstetten ein Transparent zu sehen, das informieren und zum Nachdenken anregen soll.

Das Transparent trägt den Schriftzug „Haut nicht hin! Gewalt schlägt uns alle“. „Wir sagen danke an alle, die dazu beigetragen haben, dass es das Frauenhaus jetzt seit 30 Jahren in dieser Form gibt. In den 30 Jahren haben 2.250 Frauen und Kinder im Amstettner Frauenhaus gelebt. Es wurden doppelt so viele ambulante Beratungen durchgeführt. Im Jahr 2020 haben 43 Frauen und 45 Kinder im Frauenhaus gelebt. Kinder sind immer Selbst- oder Mitbetroffene von Gewalt. Die älteste Frau in diesen 30 Jahren war 78 Jahre alt, das jüngstes Kind minus 7 Monate. Es sind mehrere Kinder während des Frauenhausaufenthalts zur Welt gekommen“, so Maria Reichartzeder vom Frauenhaus-Team.
Aus allen sozialen Schichten
Die Frauen kommen laut Reichartzeder aus verschiedenen sozialen Schichten und Berufsgruppen. „Häusliche Gewalt hat keine Hautfarbe, keine Religion, keine Klasse. Sie ist universell!“, betont Reichartzeder. Im Frauenhaus lebten Frauen aus aller „Frauenländern“. Der Schritt ins Frauenhaus sei für Frauen eine schwere Entscheidung, die ihr Leben sehr verändert und „frau braucht viel Kraft, diesen zu wagen“.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden