Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

AMSTETTEN. Österreichweit organisierte die „Offensive Gesundheit“ am 24. Februar Proteste vor Spitälern und Gesundheitseinrichtungen, um auf Missstände im Gesundheitsbereich hinzuweisen. Zugleich startete die parlamentarische Bürgerinitiative „Achtung Gesundheit! Es ist 5 nach 12!“. Auch vor den Landeskliniken Mauer und Amstetten gab es Protest-Aktionen. Tips war in Amstetten vor Ort.

Protestaktion vor dem Landesklinikum (Foto: mai)
  1 / 6   Protestaktion vor dem Landesklinikum (Foto: mai)

„Heute setzen wir österreichweit ein weiteres sichtbares Zeichen und versammeln uns als Offensive Gesundheit vor den Spitälern und Gesundheitseinrichtungen, um der Regierung zu zeigen, dass es für uns 5 nach 12 ist. Der 24. Februar ist nicht nur der Tag, an dem wir erneut protestieren, sondern auch der Startschuss für die parlamentarische Bürgerinitiative 'Achtung Gesundheit! Es ist 5 nach 12!' Wir fordern gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich!“, so Margit Huber bei der Kundgebung vor dem Landesklinikum Amstetten. Huber ist langjährige Betriebsratsvorsitzende in Amstetten sowie stellvertretende Bundesvorsitzende der GÖD Gesundheitsgewerkschaft.

Menschen mobilisieren

Mit der Bürgerinitiative wolle man aufzeigen, wie hoch die Anzahl jener ist, die die Forderungen des Gesundheitspersonals in Österreich unterstützen. „Wir wollen durch das Sammeln von Unterschriften alle mobilisieren, die sich für die Bürgerinitiative einsetzen. Ab sofort kann jede interessierte Person diese wichtige Initiative unterschreiben, welche wir dem Parlament überreichen werden. Diese Initiative muss dann im Parlament auch behandelt werden“, informiert Huber.

„Akute Krise im Gesundheitswesen“

„Der Nationalrat wird ersucht, umgehend Maßnahmen zu beschließen, um die akute Krise im Gesundheitswesen und der Langzeitpflege endlich zu beenden. Es ist 5 nach 12. Leere Betten in Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie überlange Wartezeiten auf Leistungen mobiler Pflege und Betreuung zeigen die Versorgungskrise aufgrund der akuten Personalnot auf“, verdeutlicht Huber.

Die Forderungen

Da die ausreichende Versorgung der Bevölkerung unter den gegenwärtigen Umständen nicht mehr gewährleistet werden könne, fordere man im Rahmen der Bürgerinitiative unter anderem mehr finanzielle Mittel für das Gesundheitswesen, den Ausbau der Langzeitpflege, die Besetzung vakanter Stellen und Aufstockung des Personals, die Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen, eine Verbesserung der Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die Etablierung einer österreichweiten evidenzbasierten Personalbedarfsberechnung sowie verbindliche Kriterien für die Personaleinsatzplanung als Sofortmaßnahme, eine existenzsichernde finanzielle Entschädigung aller Auszubildenden sowie Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die Anerkennung von berufsbedingter Arbeit an kranken, beeinträchtigten und pflegebedürftigen Menschen als Schwerarbeit, die Einführung eines Überbrückungsmodells für Menschen, die aufgrund permanenter Belastungen insbesondere durch Nachtarbeit ein Regelpensionsalter von 65 Jahren schwer erreichen können und die flächendeckende Umsetzung der Nachtschwerarbeitsstunden.

 “Personal seit Jahren überlastet“

„Diese Forderungen sind dringend notwendig, da das gesamte Personal im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich aufgrund der Personalknappheit sowie unzumutbarer Arbeits-, Aus- und Weiterbildungsbedingungen seit Jahren überlastet ist“, unterstreicht Huber und meint weiter: „Uns ist viel in den letzten Jahren versprochen worden und nun ist es Zeit, Worte in Taten umzusetzen. Mit der Bürgerinitiative wollen wir der Politik zeigen, wie das geht, denn da die Politik nicht auf unsere Not eingeht, müssen wir unsere Forderungen durch die Bürgerinitiative noch sichtbarer machen“.

Weitere Infos auf www.offensivegesundheit.at!


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden