Zehn Jahre Schulsozialarbeit im Amstettner Gymnasium
AMSTETTEN. Seit 2005 wird in Niederösterreich Schulsozialarbeit angeboten. Derzeit betreut das Institut ko.m.m. (Konflikte miteinander meistern) mit 15 Sozialarbeitern 28 Schulen: Volksschulen, Sonderschulen, Mittelschulen, Polytechnische Schulen, Bundesgymnasien und die Landesberufsschulen im Weinviertel. Seit zehn Jahren ist die Schulsozialarbeit auch im Bundesgymnasium Amstetten vertreten.

Sozialarbeiter sind in den Schulalltag integriert und sehen sich als niederschwelliges Angebot für Schüler sowie als Schnittstelle zwischen Schülern, Lehrern und Eltern. Durch regelmäßige Anwesenheitszeiten in den Schulen wird es Kindern und Jugendlichen erleichtert, sich bei Fragen und Anliegen Unterstützung zu holen.
Gute Kooperation
„Neben den Schülern gilt das Angebot auch den Eltern/Erziehungsberechtigten und es gibt eine gute Zusammenarbeit und Kooperation mit den Direktionen und Lehrern. Schulsozialarbeit erleichtert so auch ihnen den Schulalltag“, ist Cornelia Letschka, Geschäftsführerin des Instituts ko.m.m.
Unterschiedlichste Themen
Schulsozialarbeit ist immer freiwillig, die Schüler können selbst entscheiden, ob sie Beratung in Anspruch nehmen wollen. Schulsozialarbeiter können mit unterschiedlichsten Anliegen aufgesucht werden - etwa mit familiären Themen, Situationen in der Schule, Anfragen zu rechtlichen Belangen und vieles mehr. „Seit der Pandemie fallen vermehrt psychische Belastungen wie Angstzustände, Schlaf-, Ess- und Konzentrationsstörungen oder depressive Symptomatiken auf. Schulsozialarbeiter haben auch hier ein offenes Ohr und unterstützen dabei Lösungen zu finden“, so Letschka.
Kleine Workshops
Als präventive Maßnahme können in der Schule auch kleine Workshops zu diversen Themen wie Klassengemeinschaft, richtig Streiten oder Mobbing stattfinden. Das bietet den Schülern die Möglichkeit, sich sozial weiterzuentwickeln und die Schulsozialarbeiter besser kennenzulernen. Dadurch werde der Schritt eine Beratung in Anspruch zu nehmen erleichtert.
Schon in Volksschulen
„Der Vorteil, bereits in Volksschulen Schulsozialarbeit anzubieten ist, dass Kinder so bereits in jungen Jahren lernen sich Unterstützung zu holen, wenn es notwendig ist. Jüngere Kinder kommen ohne Hemmungen und machen so die ersten positiven Erfahrungen, wenn sie Hilfe brauchen. Schulsozialarbeit kann als Ergänzung zum System Schule und als Unterstützung für Schüler und Familien in schwierigen Lebenssituationen gesehen werden“, informiert Letschka.
Finanzierung
Schulsozialarbeit an Pflichtschulen ist ein Angebot der Kinder- und Jugendhilfe NÖ, die neben der Fachaufsicht auch den Großteil der Kosten übernimmt. In Amstetten werden so neun Schulen gefördert. „Die Ausnahme ist das Bundesgymnasium Amstetten – als Bundesschule muss sie sich selbst um die Finanzierung von Schulsozialarbeit kümmern: das macht Direktor Josef Spreitz seit nunmehr zehn Jahren. Anlässlich dieses Jubiläums wollen wir ihm dafür besonders danken!“, erklärt die ko.m.m.-Geschäftsführerin.


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