Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

MOSTVIERTEL. Der Tourismusverband Moststraße organisiert auch heuer wieder kostenlose Sortenbestimmungstage. Dabei werden Privatpersonen aufgerufen, ihre Wirtschaftsäpfel und Mostbirnen pomologisch bestimmen zu lassen. Das gemeinsame Ziel: Neue Sorten entdecken!

  1 / 3   (V. l.) Pomologin Martina Schmidthaler, Obfrau der Moststraße Michaela Hinterholzer und Pomologin Gerlinde Handlechner (Foto: Moststraße)

Mostbirnen sind eine einzigartige Ressource, die es nirgendwo auf dieser Welt in einer solchen Vielfalt wie im Mostviertel gibt. Expert gehen allein in der Region der Moststraße von mehreren hundert Sorten aus. Von dieser Vielzahl sind mittlerweile 250 Mostbirn- und Mostäpfelsorten pomologisch beschrieben. Doch nur etwa 15 Mostbirnsorten finden in der gegenwärtigen Obstwirtschaft eine nennenswerte Verwendung.

Sorten könnten verloren gehen

Durch die Überalterung der Baumbestände, Krankheiten und Rodung drohen viele Sorten verloren zu gehen. Das wäre nicht nur aus Sicht der ökologischen Vielfalt und Biodiversität ein herber Verlust. „Die Sortenvielfalt ist auch prägendes Element der Kulturlandschaft und Grundlage für eine breite Produktpalette regionaler Produzenten“, so Michaela Hinterholzer, Obfrau des Tourismusverbandes Moststraße.

Bewusstsein schaffen

Gerade unter den sich wandelnden klimatischen Bedingungen kann heute niemand sagen, welchen Nutzen die verschiedenen Birnen und Äpfel in Zukunft bringen werden. Daher hat es sich die Moststraße zum Ziel gesetzt, die Sortenvielfalt des Mostviertels auch für die nächsten Generationen zu erhalten und ein Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen.

Sortenbestimmungstage

Im Zuge der Sortenbestimmungstage sollen möglichst viele Mostbirnen und Wirtschaftsäpfel pomologisch bestimmt und beschrieben werden. Es wird darum gebeten fünf bis zehn reife, unversehrte Früchte pro Sorte in eine Tragetasche aus Papier gemeinsam mit einem ausgefüllten Sortendatenblatt in einer der Obst-Annahmestellen abzugeben. Um ein möglichst breites Spektrum an frühen und späteren Sorten abzudecken, werden vier Obst-Abgabe-Tage angeboten. Die erste Möglichkeit Obst abzugeben, gibt es am 12. und 13. September, die nächste Möglichkeit dann am 17. und 18. Oktober.

Auf Entdeckungstour

„Im Rahmen dieser Bestimmungstage begeben wir uns auf eine Entdeckungstour zu den verschiedensten Birnen- und Apfelsorten der Region. Dabei hoffen wir natürlich auf neue pomologische Erkenntnisse“, ist Obfrau Michaela Hinterholzer gespannt. Die Ergebnisse der pomologischen Bestimmungen erfolgen in den darauffolgenden Tagen in schriftlicher Form. „Dieses Projekt ist extrem spannend, wir hoffen auf neue, gefährdete oder bereits als verschollen geltende Sorten“, blicken die beiden Pomologinnen Martina Schmidthaler und Gerlinde Handlechner den Bestimmungstagen gespannt entgegen.

Wirtschafts-Äpfel und Most-Birnen

Angenommen werden Wirtschafts-Äpfel und Most-Birnen aus dem gesamten Mostviertel und bei Bedarf auch von überregional oder aus dem oberösterreichischen Raum. Die Obstannahmestellen sind dabei im gesamten Mostviertel verteilt und in Öhling, Haag, Amstetten, St. Valentin, Neubruck, Waidhofen/Ybbs sowie in Kirchberg/Pielach zu finden. Alle aktuellen Infos dazu unter www.gockl.at.

Sortendatenblatt: online zu finden unter: https://www.gockl.at/projekte/sortenvielfalt-im-mostviertel oder aufliegend in den Obst-Annahmestellen

Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden