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AMSTETTEN/MAUER. Der Welttag gegen Lebensmittelverschwendung ist am 29. September 2022. Alleine in Österreich entstehen beim Essen außer Haus jährlich rund 175.000 Tonnen Lebensmittelabfall. Grund genug zu handeln. Deshalb nimmt das Landesklinikum Amstetten seit 2019 am Monitoring Programm von United Against Waste teil, um Lebensmittelabfall zu vermeiden.

Monika Prammer und Claudia Weinbrenner (r.) (Foto: LK Amstetten)
  1 / 2   Monika Prammer und Claudia Weinbrenner (r.) (Foto: LK Amstetten)

„Gerade die aktuelle Krise hat uns vor Augen geführt, wie wertvoll Lebensmittel sind – und das muss sich auch in unserem Verhalten widerspiegeln. Abfallvermeidung hilft nicht nur der Umwelt, sondern kann auch die regionale Wertschöpfung erhöhen“, so LH-Stv. und Umweltlandesrat Stephan Pernkopf (ÖVP).

Küchenbetrieb optimiert

Dem Landesklinikum Amstetten sei ein wertschätzender und nachhaltiger Umgang mit Lebensmittel wichtig. Bereits seit 2019 konnten unterschiedliche Maßnahmen umgesetzt werden: der Küchenbetrieb wurde ökologischer, nachhaltiger und ressourcenschonender gestaltet sowie Angebote und Abläufe zur Vermeidung und Reduktion von Lebensmittelabfall wurden optimiert.

Wertschätzender Umgang mit Lebensmitteln

„Wenn wir alles, was wir an Lebensmittel produzieren, auch tatsächlich verbrauchen, würden Ressourcen nicht ungenutzt im Müll landen. Denn die Produktion von Lebensmitteln braucht nicht nur landwirtschaftliche Nutzfläche, Wasser oder Energie, sondern auch viel an menschlicher Arbeitskraft. Ein wertschätzender Umgang mit Lebensmitteln kommt also uns und dem Planeten zu Gute!“, betonen die Projektbeteiligten Claudia Weinbrenner und Monika Prammer.

Aktionstage

Das Landesklinikum Amstetten beteiligt sich am Welttag gegen Lebensmittelverschwendung mit Aktionstagen von 26. September bis 2. Oktober unter dem Motto „Nix übrig für Verschwendung“, um den Mitarbeitern, aber auch Patienten zu zeigen, wie sie ihren Beitrag leisten können.

Maßnahmen im Landesklinikum Mauer

Das Landesklinikum Mauer beschäftigt sich seit 2017 intensiv mit der Lebensmittelabfallvermeidung, wie es in einer Aussendung heißt. Der Lebensmittelabfall konnte von damals 25 auf derzeit 17 Prozent gesenkt werden. Somit wurden in den letzten Jahren rund 99.000 Euro an vermeidbaren Lebensmittelabfall eingespart. Um dieses Ziel erreichen zu können, ist eine enge und sehr gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Stationen, der Diätologie und der Küche zwingend notwendig.

„Zahlreiche Lösungsansätze“

„Die Ursachen von Lebensmittelabfall sind oftmals komplex, doch es gibt zahlreiche Lösungsansätze – sei es was Planung, Portionsgröße, Bestellprozesse, Verwertung von Resten oder die Sensibilisierung von Mitarbeitern und Gästen betrifft. Gerade der letzte Punkt ist besonders wichtig: Denn Lebensmittelabfallvermeidung gelingt nur, wenn alle mithelfen. Wird der Lebensmittelabfall reduziert, hilft das nicht nur der Umwelt – im Idealfall kann der dadurch freiwerdende Wareneinsatz wiederum in qualitativ hochwertige, nachhaltige, regionale Lebensmittel fließen“, so die Küchenleiterin Renate Vielmetti.

Maßnahmen

Was das Landesklinikum Mauer tut: Seit 2017 Teilnahme an einem freiwilligen Monitoring-Programm von United Against Waste, bei dem regelmäßig das Lebensmittelabfallaufkommen erhoben und mit anderen Standorten verglichen wird, um so bei Bedarf gezielt Gegenmaßnahmen entwickeln zu können; Sensibilisierung der Mitarbeiter, die regelmäßig an Schulungen zum Thema Lebensmittelabfallvermeidung teilnehmen; Information der Gäste, Patienten und Bewohner, wie sie selbst zur Abfallvermeidung beitragen können; das Landesklinikum nimmt seine Bestell-Logistik unter die Lupe, um den Bestellprozess auch hinsichtlich Lebensmittelabfallvermeidung zu optimieren; Vermeidung der Überproduktion und Reserveessen durch eine genaue Bedarfsplanung; Angebot von unterschiedlichen Portionsgrößen und Komponentenwahl, um Tellerreste zu reduzieren; Mitarbeiter bestellen täglich ihre gesamte Tagesverpflegung über das Küchenprogramm; Reste werden weiterverwertet oder als „Rest´l Schmankerl“ und „Essen für zu Hause“ für Mitarbeiter ausgegeben;

Über United Against Waste
United Against Waste wurde im Jahr 2014 in Form einer branchenübergreifenden Plattform ins Leben gerufen. Gemeinsam verfolgen Unternehmen aus dem Food Service Markt sowie Bund, Länder, Wissenschaft und NGOs ein ambitioniertes Ziel: Die vermeidbaren Lebensmittelabfälle in Küchenbetrieben sollen bis zum Jahr 2030 um die Hälfte reduziert werden.
www.united-against-waste.at

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