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Alle haben die 90 Kilometer geschafft. (Foto: Martin Zehetgruber)
Alle haben die 90 Kilometer geschafft. (Foto: Martin Zehetgruber)

AMSTETTEN. Erstmals in der Geschichte des Sozialdienst Mostviertels wurde ein zweitägiger Radwandertag veranstaltet. Das Team rund um den Leiter des Haus StadtOASE, Martin Zehetgruber, organisierte eine zweitägige Radtour von Opponitz bis Lunz/See und wieder retour.

Erstmals in der Geschichte des Sozialdienst Mostviertels wurde ein zweitägiger Radwandertag veranstaltet. Der Verein „Sozialdienst Mostviertel“ ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen mit oder nach psychischen Erkrankungen ein selbstbestimmendes Leben zu ermöglichen. Hier werden die Fähigkeiten der Betroffenen in wohn- und tagesstrukturierten Einrichtungen gefördert, um die Lebensqualität im Alltag zu erhöhen. Das hauptamtliche Betreuerteam bietet persönliche und individuelle Hilfe zur Selbsthilfe.

Persönlicher Selbstwert

Ein weiteres Projekt, um den persönlichen Selbstwert der Klienten wieder etwas zu stärken wurde diesen Spätsommer umgesetzt. Das Team rund um den Leiter des Haus StadtOASE, Martin Zehetgruber, organisierte eine zweitägige Radtour von Opponitz bis Lunz/See und wieder retour. Die finanziellen Möglichkeiten des Vereins bzw. der Klienten sind sehr eingeschränkt und den Luxus ein Rad zu besitzen ist hier keine Selbstverständlichkeit, daher galt es zu Beginn erstmal Räder für die Teilnehmer zu organisieren und Trainingstouren zu planen. Alle zwei Wochen wurde über den Sommer hindurch eine kleine Radtour rund um Amstetten veranstaltet, um den Fitnesszustand für das Vorhaben am Ybbstalradweg zu verbessern.

Kürzlich wurde dann dieses Vorhaben umgesetzt. Bei traumhaftem Herbstwetter radelten acht Klienten mit ihren Betreuern von Opponitz nach Lunz/See und wieder retour. Auch wenn es viele anfangs nicht für möglich gehalten haben, absolvierten alle gemeinsam die 90 Kilometer. Hier ist einmal mehr deutlich zu sehen gewesen, wie wichtig die Bewegung in der Natur und die gegenseitige Unterstützung, für Körper und Seele ist. Das bestätigten nicht nur die Klienten, sondern auch die Betreuer, für die es ebenso eine ganz besondere Erfahrung war.

Alle haben es geschafft

„Es war wirklich ein erhebender Moment als wir wieder zurück in Opponitz angekommen sind. Alle haben es geschafft und waren richtig stolz auf sich. Ein Gefühl, dass viele von unseren Klienten schon lange nicht mehr erlebt haben. Danke an alle Unterstützer und Gönner die uns bei der Organisation der Räder geholfen haben. Mit dieser Großzügigkeit haben sie hier sozial Schwächere unterschützt ein paar unbeschwerte Tage erleben zu können und vielleicht hilft gerade dieses Zeichen dem einen oder anderen auf den Weg zurück in ein eigenständiges Leben.“ So der Leiter des Haus StadtOASE Martin Zehetgruber.


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