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AMSTETTEN. Adventfeiern als Vorbereitung für das Weihnachtsfest, der Besuch des Heiligen Nikolaus und schließlich Weihnachten: In den franziskanischen Bildungseinrichtungen in Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark werden diese Feste in christlicher Tradition hochgehalten.

Gemeinsame Feste im kirchlichen Jahreskreis, wie die Adventfeier, haben in den Wirtschaftsschulen Amstetten große Bedeutung. (Foto: HLW KMD Amstetten/3 HLW 1)

„Für uns als katholische Privatschule haben die Feste im kirchlichen Jahreskreis große Bedeutung. Das unterscheidet uns von öffentlichen Schulen“, betont Leopold Dirnberger, Direktor der Wirtschaftsschulen Amstetten für Jugendliche ab der 9. Schulstufe. „Wer zu uns kommt, lässt sich ja bewusst darauf ein, beziehungsweise sucht sich die Schule ja auch deshalb aus. Und Absolventen sagen mir oft, dass sie gerade diese gelebten religiösen Traditionen und Werte an der Schule schätzen. Oft sind dann auch deren Kinder bei uns“. Auch an den Wirtschaftsschulen Amstetten sind andersgläubige Jugendliche willkommen – für sie sei die Teilnahme an Gottesdiensten selbstverständlich freiwillig: „Meist stellen sie das aber nicht in Frage und sind gern dabei“, berichtet Dirnberger.

Vermittlung christlicher Lebenskultur

Ein wichtiges Thema im Verein für Franziskanische Bildung (VfFB), der als Trägerorganisation für mehr als 50 Einrichtungen und mit rund 7000 Kindern und Jugendlichen verantwortlich ist, ist die Vermittlung von christlicher Lebenskultur und franziskanischen Werten. „Auf Augenhöhe zu kommunizieren, einander mit Respekt und Toleranz zu begegnen, das wollen wir in allen unseren Einrichtungen vermitteln. Selbstverständlich feiern wir Gottesdienste und die christlichen Feste im Jahreskreis. Genauso wichtig ist es uns aber, das Spirituelle, die franziskanischen Werte im Alltag zu leben und den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln. Sie sollen erkennen, dass das Teil ihres Lebens ist, dass es mit ihnen zu tun hat“, sagt Schwester Vera Ronai, die als Referentin im VfFB für Pastoral und franziskanische Prägung verantwortlich ist.

Offenheit, Respekt und Toleranz

„Wir wollen den kirchlichen und gesellschaftlichen Bildungsauftrag der drei Orden in allen unseren Einrichtungen bestmöglich erfüllen. In unseren Werten, die auf die drei Gründerinnen-Orden zurückgehen, sind Offenheit, Respekt und Toleranz tief verankert. Das wird in unseren Einrichtungen gelebt“, fasst Elisabeth Binder, Geschäftsführerin des VfFB, zusammen.

Der Verein für Franziskanische Bildung – VfFB – ist mit mehr als 50 Bildungseinrichtungen in Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark für rund 7.000 Kinder und Jugendliche aller Altersstufen zweitgrößter Träger von Ordens-Bildungseinrichtungen in Österreich. Darüber hinaus hat er das Management für die Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP) mit Kolleg, den dazugehörigen Praxiskindergarten und den Hort sowie der Volksschule der Franziskanerinnen in Salzburg über. Die Non-Profit-Organisation wurde 2019 von fünf franziskanischen Frauenorden mit dem Ziel gegründet, den kirchlichen und gesellschaftlichen Bildungsauftrag, der auf die Gründerinnen und Gründer der jeweiligen Orden zurückgeht, gemeinsam optimal zu erfüllen und als starker Partner der öffentlichen Hand im Bildungsbereich zu agieren. Seit Anfang 2022 führen die Franziskanerinnen von Vöcklabruck, die Franziskanerinnen Amstetten und die Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis - Grazer Schulschwestern die Geschicke des VfFB, der am 1. September auch die Trägerschaft von den Ordens-Schulvereinen übernommen hat.

Im Vorstand sind Sr. Franziska Bruckner (Franziskanerinnen Amstetten), Sr. Sonja Dolesch (Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis - Grazer Schulschwestern), Sr. Angelika Garstenauer (Franziskanerinnen von Vöcklabruck), Christian Lagger und Philipp Summereder. Die Geschäftsführung liegt bei Elisabeth Binder.


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