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ALKOVEN/MAUER. Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim (OÖ) im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes in Wien präsentierte seine neueste Publikation „Krieg und Psychiatrie“.

 (Foto: Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim)
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Die Herausgeber und Autoren berichteten über die Forschungsergebnisse zu Lebensbedingungen und Sterblichkeit in vier österreichischen Heil- und Pflegeanstalten (Psychiatrien) während des Ersten und des Zweiten Weltkriegs beziehungsweise der NS-Zeit im Zuge der NS-Euthanasie: Mauer-Öhling (bei Amstetten), Steinhof (Wien), Niedernhart (Linz) und Hall (Tirol). Forschungsergebnisse zur psychiatrischen Anstalt Mauer-Öhling wurden von Philipp Mettauer, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs in St. Pölten, präsentiert.

Fundamentale Zäsuren

Viele Millionen Menschen verloren während der beiden Weltkriege gewaltsam ihr Leben oder starben an den Nachwirkungen. Aber was bedeuteten diese fundamentalen Zäsuren eigentlich für Menschen, die in psychiatrischen Anstalten untergebracht waren? Auch sie wurden zu Opfern des Massensterbens – allerdings weitab der Frontlinien und lange Zeit auch kaum beachtet. Während des Ersten Weltkrieges starben zehntausende Menschen in österreichischen Heil- und Pflegeanstalten an der drastischen Unterversorgung, vor allem am grassierenden Hunger. Während des Zweiten Weltkrieges ermordete medizinisches Personal im Zuge verschiedener Aktionen der NS-Euthanasie unzählige Patienten. Darüber hinaus trugen erneut die schlechten Lebensbedingungen wesentlich zu einem Massen sterben in den Anstalten bei.

Der vorliegende Sammelband ist das Ergebnis eines Forschungskolloquiums im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim.

Das Buch ist bei der StudienVerlag GmbH unter Tel. 0512 395045 oder per Mail an order@studienverlag.at erhältlich. Weitere Infos gibt es auf www.studienverlag.at.


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