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ULMERFELD-HAUSMENING. Der NÖ Landesfeuerwehrverband, Sonderdienst Sprengdienst, veranstaltete für Feuerwehr-Jugendliche einen Informationsabend.

 (Foto: MAK/stock.adobe.com)
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Anlässlich der Winterschulung der Feuerwehrjugend Ulmerfeld Hausmening hat der Sonderdienst auch weitere Jugendgruppen aus Winklarn, Krahof und St. Georgen/Ybbsfelde eingeladen.

29 Feuerwehr-Jugendliche bei Winterschulung

Aufgeteilt auf mehreren Stationen konnten sich die 29 Feuerwehrjugendlichen über die Entstehungsgeschichte, das Sprengdienstfahrzeug und über Geräte informieren. Auch die Praxis durfte nicht fehlen und es wurden verschiedene Ladungen und Anwendungsmöglichkeiten als Attrappen präsentiert. Abschließend gab es noch via Videoleinwand Fotos und Videos von den bisher getätigten Einsätzen und Übungen des Sonderdienst Sprengdienst zu sehen.

Feuerwehr-Jugend sehr interessiert

Die Feuerwehrjugendlichen waren an den Vorträgen sehr interessiert und stellten viele Fragen zu den Tätigkeiten und Gerätschaften. Ebenso konnten sich auch die örtlichen politischen Vertreter der Stadtgemeinde Amstetten, Stadträtin für Personal und Bildung Doris Koch (ÖVP) und Gesundheitsgemeinderätin Claudia Weinbrenner (ÖVP) ein Bild von der Feuerwehrjugend und dem Sonderdienst Sprengdienst machen. Als Stärkung nahmen sie Getränke und Süßigkeiten mit.

Der Sonderdienst Sprengdienst

Der Sonderdienst Sprengdienst entstand 1961 durch Karl Schnait und wurde in den vergangenen Jahren immer wieder modernisiert. Seit 2017 steht er landesweit unter dem Kommando von Oberbrandinspektor Peter Fahrafellner. Der Sprengdienst verfügt in jedem Feuerwehrviertel (Wald-, Wein-. Most- und Industrieviertel) über mehrere Sprengdienstgruppen. Der Sonderdienst Sprengdienst zählt derzeit 200 Feuerwehrmitglieder. Die Bezirksgruppe Mostviertel untersteht der Führung von Brandinspektor Michael Gaizenauer.

Alarmierung des Sprengdienstes über NÖ Landeswarnzentrale

Die Unterstützung des NÖ Sprengdienstes, kann durch jeden Einsatzleiter erfolgen. Die Alarmierung oder Anforderung erfolgt über die NÖ Landeswarnzentrale. Der Sonderdienst Sprengdienst verfügt über ein Sprengdienstfahrzeug. Die Ausrüstung umfasst unter anderem Bohrgeräte, sowohl pneumatisch als auch elektrisch, sprengspezifische Ausrüstungsgegenstände wie Zündmaschine, Spezialgerätschaften für die Auslösung von Lawinen aus dem Hubschrauber und Safe-T-Cut.

So wird man „Sprengbefugter“

Jedes ordentliche Feuerwehrmitglied ab dem 21. Lebensjahr kann nach Absolvierung von spezifischen Modulen im Feuerwehr- und Sicherheitszentrum NÖ und der Ausbildung „Sprengbefugter für allgemeine Sprengarbeiten“ an einer Sprenggruppe Mitglied werden.

Zu den Aufgaben des NÖ Feuerwehr-Sprengdienstes gehört die Unterstützung
• bei Rette- und Bergesprengungen bei Katastropheneinsätzen
• bei Dammsprengungen und das Entfernen von Verklausungen bei Hochwassereinsätzen
• bei Safe-T-Cut Sprengungen im Zuge von Katastropheneinsätzen durch Windbrüche
• der Behörden und Lawinenkommission durch Lawinenauslösesprengungen im Gelände und per Hubschrauber
• der örtlichen Feuerwehren und Behörden bei sämtlichen Sprengungen bei Gefahr in Verzug

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