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AMSTETTEN. Anlässlich des Weltladentages (World Fair Trade Day) am Samstag, dem 13. Mai, lädt der Weltladen Amstetten von 9 bis 13 Uhr zum „Fairen Frühstück“ ein.

Geschäftsführerin Katharina Krammer (Foto: Weltladen Amstetten)
Geschäftsführerin Katharina Krammer (Foto: Weltladen Amstetten)

Die Einhaltung der Menschenrechte sowie ökologische und soziale Nachhaltigkeit bis hin zu einer transparenten Lieferkette – diese Themen stehen immer schon im Mittelpunkt der Arbeit der Weltläden.

„Der Titel unserer Kampagne zum diesjährigen Weltladentag lautet 'Fairness ist unser Business'. Was diese Fairness konkret bedeutet, wollen wir am 13. Mai unseren Kunden vermitteln“, lädt Weltladen-Geschäftsführerin Katharina Krammer ein.

Fairer Handel kommt an seine Grenzen

Unternehmerische Verantwortung gehöre zum Selbstverständnis der Akteure des Fairen Handels, doch auch der Faire Handel komme an seine Grenzen in einem Wirtschaftssystem, das maßgeblich auf Ausbeutung beruht und in welchem Wettbewerbsvorteile durch die Missachtung von Menschenrechten und Umweltstandards erreicht werden.

Krammer: „Es braucht die Verpflichtung aller Wirtschaftsakteur, gemeinsam verbindliche globale Standards zu etablieren.“

Lieferkettengesetz mit klaren Haftungsregeln

Daher bemüht sich der Faire Handel um ein Lieferkettengesetz mit klaren Haftungsregeln für Unternehmen und Transparenz für Konsumenten. „Fairness und Transparenz werden damit gesetzlich verankert. Denn bei der Erstellung von Produkten europäischer Unternehmen werden zum Teil massiv Menschenrechte verletzt und die Umwelt zerstört. Der Profit bleibt nur wenigen“, kritisiert Krammer.

Gesetz auf UN-Ebene

Auf UN-Ebene wird über einen Menschenrechts-Vertrag für multinationale Unternehmen debattiert und die EU erarbeitet ein Lieferkettengesetz, das Sorgfaltspflichten für alle Unternehmen in der Union vorsieht. „Im Gesetzesentwurf gibt es aber Schlupflöcher und Lobbys versuchen Einflussnahme im Gesetzwerdungsprozess.

Die Weltläden unterstützen daher die Kampagne 'Justice is everybody´s business' und deren Petition auf der Homepage justice-business.org/de/“, so Krammer.


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