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Schiff ahoi mit selbstgebautem Floß: Mostviertler Feuerwehrleute absolvierten Ausbildung

Michaela Aichinger, 10.05.2023 07:55

BEZIRK AMSTETTEN. Die alljährliche Schiffsführerausbilderfortbildung (SFAF) fand heuer am Stausee Ottenstein statt und war eine Premiere, da sie bisher ausschließlich auf der Donau durchgeführt wurde, berichtet Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Josef Fuchsberger, der auch er auch Vorsitzender des „Arbeitsausschuss Wasserdienst“ der niederösterreichischen Feuerwehren ist. Seitens des Bezirkes Amstetten nahmen an den beiden Wochenenden neun Kameraden teil.

 (Foto: Wolfgang Zarl)
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Ein Schwerpunkt der Ausbildung war ein Vortrag über die Seen- und Fluss-Verkehrsordnung sowie ein Vortrag über die Personensuche am Wasser und im Wasser in Zusammenarbeit mit den Feuerwehrtauchern.

Im praktischen Teil der Ausbildung wurde der Bau einer Fähre, die Vorführung des Wechselladeaufbaues „KHD“ und die Erprobung des neuen Zubehörs für Flachwasserboote durchgeführt.

Fähre gebaut

Der Bau der Fähre erfolgte mit den größeren Flachwasserbooten (FWB14-56), die mit den vorhandenen Motoren betrieben wurden. Annahme war, dass der Transport einer größeren Menge an Ausrüstung in flachen Gewässern erforderlich ist.

Auch ein neues Zubehörteil für die Flachwasserboote, der Motorbetrieb mit einem Druckbelüfter, wurde erprobt.

„Rätsel-Rallye“

Die Mitglieder der FF Hainburg erklärten den umfangreich bestückten Katastrophenhilfsdienst-Wechselladeaufbau und es konnten Beladungen wie Rettungsseilwinde, Leinenwurfgeräte, Überlebensanzüge, Ausrüstung für Dammsicherung und vieles mehr ausprobiert werden.

Eine Art „Rätsel-Rallye“ gehörte ebenso zum Ausbildungsprogramm, bei der die Boote an verschiedenen Buchten Tafeln mit Aufgaben wie Fragen zur Seen- und Fluss-Verkehrsordnung, Wechseln einer Schiffsschraube, Rechenbeispiele und vieles mehr zu bewältigen hatten.

Die Bootsbesatzungen fassten auch pro Boot einen Überlebensanzug aus, um beim Anlanden, wenn man mit dem Boot nicht ganz ans Ufer konnte, unterstützen zu können. Dabei wurde auch die Rettung von Personen aus dem Wasser geübt, was den Teilnehmern parallel zur Ausbildung auch noch großen Spaß bereitete.

Nachtfahrt über den See

Am Abend wurde eine Nachtfahrt über den See durchgeführt, bei der die Bootsbesatzungen feststellten, dass es keine Uferbeleuchtung gibt und die Orientierung sehr schwierig ist. Für diesen Zweck wurden bei einigen Booten Wärmebildkameras und Nachtsichtgeräte zur Navigation verwendet.

Als Draufgabe zur Nachtfahrt wurde auch eine Suchaktion nach vermissten Übungsdarstellern eingebaut, die zum Ausgangspunkt gebracht werden mussten.

Am darauffolgenden Tag wurde noch einmal ein kleiner Stationsbetrieb durchgeführt, bei dem die Teilnehmer das Fahren mit der Fähre üben konnten und die praktische Vorführung der Suchsysteme mit den Tauchern noch einmal erklärt wurde. Danach wurden die Boote aus dem Wasser geholt und für die Abreise verladen.


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