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AMSTETTEN. In der Voralpensiedlung soll sich ein Fall von Tierquälerei ereignet haben. Zwei Amstettnerinnen haben sich daher an die Tips-Redaktion gewandt.

  1 / 3   Zwei Bürgerinnen versorgen in der Amstettner Voralpensiedlung ausgesetzte oder auch herumstreunende Katzen. (Foto: DoraZett/stock.adobe.com)

Seit 15 Jahren versorgen zwei Amstettnerinnen ausgesetzte oder verwilderte Katzen in der Voralpensiedlung. Sie fangen die Tiere ein, lassen sie kastrieren und füttern sie.

Falls nötig, sorgen sie auch dafür, dass die Tiere eingeschläfert werden. Ein Einsatz, der ihnen 2019 den NÖ Tierschutzpreis „Tierschutz mit Hausverstand“ eingebracht hat.

Anfeindungen und Angriffe

Doch nicht alle Menschen sehen das Engagement der Amstettner-innen positiv: Immer wieder sind die beiden Damen mit Anfeindungen konfrontiert – ein Grund, warum sie anonym bleiben möchten [ihre Namen sind der Redaktion bekannt“. Auch die Tiere selbst werden angegriffen. Zwei Katzen wurden sogar Opfer von Rattengift.

Kater schwer verletzt: „Unendliche Qual“

Der Höhepunkt der Anfeindungen soll sich im Mai dieses Jahres ereignet haben, als die Damen eines der Tiere – einen Kater – schwer verletzt vorgefunden haben: Der Schwanz des Tieres war ab der Wurzel gehäutet und mit einer Art Alufolie umwickelt worden [Fotos liegen der Redaktion vor“.

„Das muss eine unendliche Qual für das Tier gewesen sein. Es hatte sogar Lähmungserscheinungen. Wir haben den Kater sofort zu Tierärztin Edeltraud Halbmayr gebracht. Der Schwanz musste amputiert werden. Seither darf das Tier nicht mehr ins Freie“, so eine der beiden Tierschützerinnen, die auch bei der Polizei Anzeige erstattet hat.

Ob die schwere Verletzung von Menschenhand zugefügt worden ist, kann Tierärztin Edeltraud Halbmayr auf Tips-Nachfrage nicht zu 100 Prozent bestätigen. „Aber Fakt ist, dass der gehäutete Schwanz mit einer Folie umwickelt wurde. Das hat das Tier ja wohl nicht selbst gemacht. Also frage ich mich: Warum brachte jene Person, die den gehäuteten Schwanz umwickelt hat, den Kater nicht sofort zum Tierarzt? Hier gibt es einfach einige Ungereimtheiten.“

„Wir machen nichts Illegales“

Die beiden Amstettnerinnen möchten jedenfalls um mehr Verständnis für ihren Einsatz bitten: „Wir sorgen dafür, dass ausgesetzte Streuner-Katzen versorgt werden und dass sie sich nicht weiter vermehren. Sie haben eine geschützte Futterstelle, die regelmäßig sauber gehalten wird. Wir machen nichts Illegales; wir investieren Zeit und Geld. Die Futterkosten übernehmen wir zur Gänze. Bezüglich Kastration der Tiere unterstützt uns die Stadtgemeinde sowie Tierärztin Edeltraud Halbmayr. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken!“


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