Amstettner Salesianer „tief betroffen“ von drohender Hungersnot in Äthiopien
AMSTETTEN. Die Kämpfe in Tigray im Norden Äthiopiens haben Millionen Menschen zu Binnenflüchtlingen gemacht, Hunderttausende wurden getötet. Aktuell sind rund 5,5 Millionen Menschen in der Provinz von jeder Versorgung weitgehend abgeschnitten, weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit. Die Salesianer bitten um Unterstützung.

„Viele Menschen klopfen tagtäglich an unsere Tür und bitten um Essen – damit sie den nächsten Tag erleben“, geben die Amstettner Salesianer-Ordensleute einen Bericht von Bruder Cesare Bullo, Salesianer Don Boscos in Äthiopien, wieder.
Verheerende humanitäre Situation
„Die humanitäre Situation in Tigray ist verheerend. Krankenhäuser wurden zerstört, Versorgungswege sind abgeschnitten, es gibt kein sauberes Trinkwasser, keine Elektrizität, keine medizinische Versorgung. Es droht eine Hungersnot, insbesondere die Kinder leiden“, schildern die Salesianer Don Boscos, die seit mehr als 30 Jahren in Äthiopien tätig sind.
Die Folgen sind verheerend. Akute Mangelernährung nimmt täglich zu, nicht nur bei den Kindern. Fast die Hälfte der schwangeren und stillenden Frauen leidet an akuter Mangelernährung aufgrund der katastrophalen Versorgung.
Wie die Salesianer Don Boscos helfen
Die Salesianer Don Boscos verteilen Hilfsgüter, Lebensmittel, Trinkwasser, Medikamente, inmitten einer „verzweifelten und kritischen Situation“. Insgesamt helfen sie rund 8.000 Familien und kümmern sich dabei besonders um Mütter und unterernährte Kinder.
„Der Bedarf an Nahrungsmitteln steigt jeden Tag und jede Hilfe, die ankommt, wird das Leben vieler hungernder und unterernährter Menschen retten. Don Bosco Mission Austria hat ein Spendenkonto eingerichtet. Jede Hilfe zählt“, betonen der Amstettner Pfarrer P. Hans Schwarzl und Bruder Günter Mayer, Geschäftsführer der Don Bosco Mission Austria.
Online-Spenden: www.donboscomissionaustria.at


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