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HAAG. Schon als Kind hatte die junge Ingrid einen Riesenspaß auf einem Schafswidder reiten zu können und sich einfach mit diesen Tieren zu beschäftigen. Diese Erlebnisse erzählte sie auch immer wieder ihren Kindern, die nun ihre Kindheitserinnerungen zu einem schönen Geburtstagsgeschenk für ihre Mutter verwirklichten.

  1 / 4   Tochter Andrea Auer trug ihrer Mutter Ingrid Dirnberger den Inhalt der Namensgebungstafel vor, die am Zaun der Zwergziegen veröffentlicht ist. (Foto: Herbert Stoschek)

Ihre Töchter Andrea und Maria hatten die Idee, zum 80. Geburtstag ihre Mutter Ingrid Dirnberger und Verwandte der Familie in den Tierpark einzuladen, um sie mit einem besonderen Geschenk der Familie zu überraschen. So gelang es eine Familienfeier im Tierpark zu veranstalten.

Tierparkbesuch seit langer Zeit

Die Geburtstagsjubilarin Ingrid Dirnberger aus Haag hatte über den wirklichen Grund des Tierparkbesuches keine Ahnung. Sie war einfach glücklich und hatte eine große Freude mit ihrer Familie nach langer Zeit wieder einmal den Tierpark besuchen zu können. Sie war sichtlich gerührt, als der Tierparkmitarbeiter Herbert Stoschek sie und die Verwandten in hochoffizieller Weise willkommen hieß und als Tierparkbegleiter fungierte.

Kindheitserinnerungen wurden wach

Der Weg der Gäste führte zum Areal der Zwergziegen.  Diese Tierart hatte ihre Tochter mit einer besonderen Absicht ausgewählt, weil ihr die Erzählungen der Mutter über deren Kindheitserinnerungen mit Schafen und Ziegen gut in Erinnerung blieb. Bei den Zwergziegen erhielt Ingrid Dirnberger die besondere Gelegenheit, diese Tiere in ihrem Areal zu besuchen. Es machte ihr sichtlich großen Spaß. Sie übernahm den Fresskübel, um die fressgierigen Vierbeiner zu füttern. Nach und nach wurde ihre der wahre Grund des Tierparkbesuches und das Ziel bei den Zwergziegen bekanntgegeben. Es wurde ihr eröffnet, dass dieser Tierparkbesuch auch das Geschenk einer Tierpatenschaft mit Namensgebung einer Zwergziege enthält.

Suche nach dem Patentier 

Das im Vorfeld bestimmte Tier durfte sie mit schrittweise bekanntgegebenen Informationen erraten. Es entwickelte sich daraus ein kleines Ratespiel, um der Tierpatin die Möglichkeit zu geben, das gewählte Tier selbst herauszufiltern. Die ersten Bekanntgaben beschränkte sich auf das Geschlecht weiblich und die Fellfarbe braun. Nachdem es mehrere Tiere dieser Farbe bei den Zwergziegen gibt, keine leichte Entscheidung.  Dann folgte bereits die Tiernummer die auf der Ohrmarke zu erkennen ist.

Aufgaben lösen

Die kleinen Ziffern auf den Ohrenmarken waren eine zusätzliche Aufgabe, die es zu lösen gab. Doch dauerte es dauerte es nicht mehr allzu lange, dann stand fest, welches Tier heute im Mittelpunkt steht und Ingrids Patentier ist. Danach versuchte Ingrid Dirnberger ihr Patentier mit Fressalien zu verwöhnen. Anfangs zeigte sich das Patentier noch scheu und distanziert, doch gelang es Ingrid Dirnberger, die Neugier des Tieres zu entfachen. Das Tier behielt aber eine Schutzdistanz. Der zoologischen Leiterin und Tierärztin Barbara Forstner gelang es, die eineinhalb Jahre alte Zwergziege für den Festakt der offiziellen Namensgebung zu fangen.

Getauft auf Inge, die Schöne 

In Anlehnung an den eigenen Vornamen bekam dieses junge Tier von Ingrid Dirnberger aus Haag die Namenskurzform „Inge“. Die Jubilarin führte gemeinsam mit ihrem Ehepartner Josef über 40 Jahre einen Lebensmittelmarkt und später den Lebensmittelsupermarkt „Treff Markt“ in Haag, der weit über die Grenzen der Stadt bekannt und beliebt war und vielen noch in guter Erinnerung ist. Der Name „Ingrid“ ist ein altnordischer Name und bedeutet „Die Schöne“. Die passt sowohl zur Namensgeberin, die bekanntlich schon als Kind eine besondere Beziehung zu Schafen und Ziegen.

Namensgebungs- und Jahrespatenschaft

Die Zoologische Leiterin und Tierärztin Barbara Forstner überreichte der Namensgeberin und Tierpatin Ingrid Dirnberger die Namensgebungsurkunde und die Jahrespatenschaftsurkunde. Ihre Tochter Andrea Auer hatte ja diese Veranstaltung eingefädelt und trug vor der versammelten Geburtstagsrunde die Namensgebungstafel vor, worüber sich ihre Mutter sehr freute und am Zaun der Zwergziegen montierte.

 


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