Amstettner Soldaten feierten ihren Traditionstag
AMSTETTEN. Unter dem Motto „Der Tradition verpflichtet!“ führte das Jägerbataillon 12 aus Amstetten am Freitag, 25. August, erstmalig seinen Traditionstag sowie eine Partnerschaftsfeier mit der Hypo NÖ in der Ostarrichi-Kaserne durch.

Angetreten waren die Militärmusik NÖ, die Fahnentrupps des Jägerbataillons 12, des Dragonerregiments No.15, des Kameradschaftsbundes Amstetten und des Heimkehrervereins Winklarn, ein Ehrenzug sowie die Soldaten des Jägerbataillons 12.
Mit allen militärischen Ehren
Die besondere Verbundenheit der Amstettner Soldaten in der Region und die Integration in der Gesellschaft wurde durch die Anwesenheit von namhaften Persönlichkeiten aus dem zivilen und militärischen Leben, allen voran in Vertretung der Landeshauptfrau von NÖ der ÖVP-Nationalratsabgeordnete Andreas Hanger und der Kommandant der leichten 7. Jägerbrigade , welcher das Jägerbataillon 12 unterstellt ist, Brigadier Horst Hofer, zum Ausdruck gebracht. Der Bataillonskommandant, Major Christopher Ritter, betonte in seiner Rede das die Traditionspflege beim Bundesheer eine sehr hohen Stellenwert habe und für alle Soldaten/innen eine Motivationshilfe im Frieden sowie im Einsatz sein soll bei der man sich mit der Vergangenheit auf Basis der Werteorientierung auseinandersetzt.
Der festgelegte Traditionstag
Am 21. August 2010 wurde dem Jägerbataillon 12 der Traditionstruppenkörper, das Dragonerregiment No.15 „Erzherzog Josef“ zur Weiterführung der Tradition zugewiesen, dieser Tag ist somit der jährliche Traditionstag. Der Leitspruch des Dragonerergiments No.15 „Allezeit getreu“ ergänzt sich perfekt mit dem Leitspruch des Jägerbataillons 12 „ Der Einsatz ist das Mass aller Dinge“, beide Sprüche werden oftmals im Jahr bei den diversen gemeinsamen Vorhaben in die Praxis umgesetzt.
10-jährige Partnerschaft mit der Hypo NÖ
Im Zuge des Traditionstages wurde auch die bereits seit 10 Jahren bestehende Partnerschaft des Jägerbataillons 12 mit der HYPO NOE durch den Vorstandsdirektor der HYPO NOE Dr. Udo Birkner und dem Kommandant der Amstettner Kaserne, Major Christopher Ritter, in der Hoffnung das diese Partnerschaft noch lange bestehen wird, neu bekundet und besiegelt.
Das Dragonerregiment No.15
Das Dragonerregiment Nr. 15 Erzherzog Joseph war das jüngste Kavallerieregiment der Monarchie. Es wurde 1891 aus fast allen nicht ungarischen Reiterregimenten formiert, sodass es sich als Nachkomme aller alten k.u.k. Kavallierregimenter betrachten kann. Es trug den weißen Aufschlag mit den gelben Knöpfen, was ihm die Bezeichnung „Unschuldsdragoner“ eintrug. Sein erster Inhaber war der durch seine glänzende Attacke bei Custozza berühmte Freiherr von Bechtolsheim. Am 21. August 1914 (Regimentsgedenktag) schlug er bei Jaroslavice die letzte große Reiterschlacht der Weltgeschichte gegen eine russische Übermacht und schuf sich in diesem heißen Kampf eine ruhmvolle Tradition. Die Auswirkungen dieses Zusammentreffens waren vor allem durch die am Schlachtfeld zurückbleibenden Pferdekadaver gekennzeichnet und leiteten das Ende der noch aus dem 19. Jahrhundert herrührenden Kavallerie-Taktiken ein. Das Regiment blieb auf dem Attackefeld unbesiegt. Anfang 1917 schieden die weißen Dragoner aus der 4. Kavallierdivision und kamen an den italienischen Kriegsschauplatz, wo sie bis Kriegsende tapfer und treu ihre Aufgaben erfüllten. Sie blieben während des ganzen Krieges zu Pferd formiert..


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