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BEZIRK AMSTETTEN. Die Moststraße sucht nach verschollenen Äpfel- und Mostbirnensorten und organisiert aus diesem Grund die „Sortenbestimmungstage“ – bereits mit Erfolg. Am 16. und 17. Oktober bietet sich die letzte Möglichkeit Früchte abzugeben.

  1 / 2   Die Bestimmung der Sorten wird durch die beiden Pomologinnen Gerlinde Handlechner und Martina Schmidthaler durchgeführt. (Foto: Cleanhill Studios)

Mostbirnen und -äpfel sind im Mostviertel eine einzigartige Ressource, von denen rund 250 Sorten bekannt und pomologisch bestimmt sind, aber nur etwa 15 in der Obstwirtschaft genutzt werden.

Doch diese Sortenvielfalt ist durch veraltete Baumbestände, Krankheiten, Rodungen und insbesondere den Klimawandel bedroht. Um die ökologischen und wirtschaftlichen Konsequenzen zu minimieren und die Sortenvielfalt weiterhin zu erhalten, organisiert die Moststraße auch heuer wieder kostenlose Sortenbestimmungstage.

„Regionale Kulturlandschaft der Moststraße erhalten“

„Die Sortenbestimmungstage sind Teil von zahlreichen Maßnahmen und Bemühungen, die regionale Kulturlandschaft der Moststraße zu erhalten“, so die Obfrau der Moststraße Bgm. Michaela Hinterholzer.

Interessierte Baumbesitzer sind aufgerufen, die eigenen Früchte der Äpfel- und Birnenbäume im Garten oder auf der Streuobstwiese pomologisch bestimmen zu lassen.

Erste Erfolge

„Im September sind rund 200 Sorten zur Bestimmung eingelangt. Der Großteil davon konnte bereits analysiert werden“, so Projektleiter Mathias Weis. Von den vorerst 200 abgegebenen Sorten wurden drei verschollen geglaubte Obstbirnen wiederentdeckt: die Sauerbirne, die Weiße Fuchsbirne und die Welsche Bratbirne.

Drei weitere Birnensorten glaubt man vorerst gänzlich neu entdeckt zu haben. „In Abstimmung mit den Baumbesitzern wollen wir diese drei unbekannten Birnensorten noch genauer untersuchen“, so Pomologin Martina Schmidthaler.

„Zwei Sorten wurden zudem abgegeben, von denen wir nicht glaubten sie bei uns im Mostviertel vorzufinden. Das ist die Champagner Bratbirne und der Antonowka-Apfel“, freut sie sich.

Letzte Chance Obst abzugeben

Im Oktober bietet sich noch die letzte Chance auf eine kostenlose Bestimmung. Besitzer von Mostbirn- und Wirtschaftsapfelbäumen sind nochmals aufgerufen, fünf bis zehn reife Früchte pro Baum zusammen mit einem ausgefüllten Sortendatenblatt in einer der Obst-Annahmestellen abzugeben.

Das Sortendatenblatt liegt in den Obst-Annahmestellen auf oder ist online unter www.gockl.at downloadbar.

Am 16. und 17. Oktober bietet sich die letzte Möglichkeit die Früchte abzugeben. Die Obstannahmestellen sind im gesamten Mostviertel verteilt, einschließlich Öhling, Haag, Amstetten, St. Valentin, Neubruck, Waidhofen/Ybbs und Kirchberg/Pielach.

Alle weiteren Informationen rund um die diesjährigen Sortenbestimmungstage sind unter www.gockl.at zu finden.

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