Amstettner Symphonie Orchester gab zum Ende der Kulturwochen ein Konzert
AMSTETTEN. Das traditionelle Abschlusskonzert der Amstettner Kulturwochen durch das Amstettner Symphonie Orchester (ASO) war dieses Jahr dem verstorbenen Orchestermitglied Hannes Kropfreiter gewidmet und wies ein besonders stimmiges und gefälliges Programm auf.

Den Einstieg machte Beethovens „Egmont-Ouvertüre“- ein schwungvoller majestätischer Beginn, der äußerst exakt und gefühlvoll musiziert wurde und von Anfang an klarstellte, dass den Zuhörern eine besondere musikalische Matinee bevorstand.
Ihre Erwartungen wurde auch im folgenden Tripelkonzert Beethovens erfüllt: Das Orchester zeigte seine stilistische Vielfalt vom lieblichsten, weichsten Piano bis zum dramatischen Fortissimo, stimmig musiziert mit den drei Solisten, die große Virtuosität, kombiniert mit intimem innigem Zusammenspiel, auf den Punkt brachten.
Josef Kollar am Klavier überzeugte dabei mit seiner beeindruckenden Ruhe und seinem einfühlsamen Spiel, Ulla Obereigner auf der Violine erweckte den Anschein, als wären ihr in Brillanz und Gefühl keine Grenzen gesetzt, und Bertin Christelbauer verzauberte neben seiner technischen Virtuosität mit weichen, getragenen Partien am Cello.
Klangliche Vielfalt
Aber auch der zweite Konzertteil konnte überzeugen. Mit einer elfenhaft musizierten 8. Sinfonie von Dvorak zeigte das ASO, dass es ihm an klanglicher Vielfalt nicht fehlt; auch hier vermochte es mit einer enormen musikalischen Bandbreite zu überzeugen.
Beeindruckend war jedenfalls auch Dirigent Thomas Schnabel, dessen Elan und präzise Leitung besonders bestechend waren. Wie jedes Jahr wurde den Zuhörern höchste Kultur geboten; das ASO hält die klassische Musik in Amstetten am Leben und begeistert dabei musikalisch-bewanderte Besucher genauso wie jene, die ohne Vorkenntnisse in den Genuss von Musik höchster Qualität kommen wollen.


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