Die Neurologie im Landesklinikum Amstetten feiert ihr 20 jähriges Bestehen
AMSTETTEN. Im September des Jahres 2003, zum 100-jährigen Bestandsjubiläum des Landesklinikums Amstetten, wurde ebendort die Abteilung für Neurologie als regionales Zentrum einer modernen Schlaganfallakutversorgung eröffnet. Nun feiert sie ihr 20-jähriges Bestehen und wird aufgrund des steigenden Patientenaufkommens erweitert.

Ursprünglich war die Neurologische Abteilung 2003 mit einer Stroke Unit vorwiegend auf die Behandlung von Schlaganfallpatienten ausgerichtet. „Kaum eine andere Disziplin in der Medizin hat in den letzten Jahren einen derartigen Wandel in Diagnostik und Therapie erlebt wie die Neurologie. Und hier sind vor allem die neuen Möglichkeiten in der Schlaganfallbehandlung hervorzuheben, die den Betroffenen auch in Amstetten angeboten werden können“, so Susanne Asenbaum-Nan, Leiterin der Neurologischen Abteilung in Amstetten.
Aufgrund der demographischen Entwicklung, insbesondere der Altersstruktur, treten Erkrankungen des Nervensystems immer häufiger auf, sodass deren fachgerechte Behandlung immer essenzieller wird. Neben Durchblutungsstörungen des Gehirns stehen laut Primaria Asenbaum-Nan aber unter anderem auch Entzündungen des Nervensystems oder Demenzen im Mittelpunkt der therapeutischen Bemühungen.
Multiprofessionelles Team
Für die Versorgung von neurologischen Patienten sei ein multiprofessionelles Team notwendig. Dieses bestehe aus Fachärzten für Neurologie, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden sowie Pflegefachkräften, welche Hand in Hand arbeiten. Sie betreuen in Amstetten jährlich rund 2.200 Patienten, davon circa 700 auf der Stroke Unit und circa 450 mit der Diagnose Schlaganfall.
Primaria Asenbaum-Nan betont: „Unser eingespieltes multidisziplinäres Team und unsere Expertise kommen unseren Patienten unmittelbar zugute. Die Entwicklung der Neurologie mit der Etablierung neuer Therapiemöglichkeiten und die damit verknüpften Behandlungserfolge sind eine stetige Motivation für uns, in unserem Bemühen nicht nachzulassen.“
Erweiterungsarbeiten
Aufgrund des steigenden Patientenaufkommens laufen derzeit Erweiterungsarbeiten auf der Stroke Unit, um Patienten nach neurologischen Akutereignissen auch in Zukunft die beste Betreuung zukommen zu lassen.
Bei den Umbaumaßnahmen wird die Anzahl der Überwachungsbetten auf der Stroke Unit um insgesamt zwei erhöht, um zusätzliche überwachungspflichtige und pflegeintensive Patienten in der Frühphase bei akuten neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma und dergleichen betreuen zu können. Die Fertigstellung ist mit Ende März 2024 geplant.
Statement VP-Landesrat Ludwig Schleritzko
„Mit den Umbaumaßnahmen auf der Stroke Unit im Landesklinikum Amstetten wollen wir sicherstellen, dass unsere Patienten weiterhin bestmöglich betreut werden. Gleichzeitig haben wir für die Mitarbeiter die besten Rahmenbedingungen geschaffen. Zudem werden wir die Bettenanzahl um zwei erhöhen“, erklärt ÖVP-Landesrat Ludwig Schleritzko und gratuliert zum 20-jährigen Jubiläum.


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