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AMSTETTEN. Leandro E. Ventura Morales wuchs bei seinen Eltern und drei Geschwistern auf ihrem Bauernhof in Mexiko auf. Alle vier Kinder gingen dank des Einkommens aus Fairem Handel in die Schule und konnten auch studieren. Eine Erfolgsgeschichte, von der Morales im Weltladen berichtete.

(V. l.) Regina Gassner, Stefanie Ebner-Hopf, Gabriele Wallner, Julia Mader, Franz Raab, Katharina Krammer, Anni Raab, Helga Seibezeder und Ernst Gassner mit Leandro E. Ventura Morales (vorne rechts) und Dolmetscher Julian Fellner (Foto: Weltladen Amstetten)

„Mein Leben wurde von Anfang an von Kaffee geprägt“, blickt Morales auf seine Kindheit zurück. Leandro E. Ventura Morales ist Jahrgang 1995, Vermarktungs- und Exportbeauftragter sowie Bio-Berater bei der Kooperative ISMAM. ISMAM bedeutet „Indígenas de la Sierra Madre de Motozintla“.

Die Organisation hat ihren Sitz in Huixtla, Chiapas, in Mexiko. Morales' Aufgaben sind nationale und internationale Vermarktung, Exportlogistik, Rechnungslegung sowie der Zahlungsverkehr. Außerdem macht er interne Bio-Kontrollen und kümmert sich um die Zertifizierung.

Kooperative ISMAM

Der 29-Jährige arbeitet seit vier Jahren bei ISMAM. Er ist Sohn eines Mitglieds und kennt den Kaffeeanbau aus eigener Erfahrung. Der Faire Handel bedeutete für ihn eine bessere Ausbildung, als sein Eltern je hatten. Leandro E. Ventura Morales hat Außenhandel studiert und bringt sein Wissen in die Kooperative ein.

Genießen kann man die Kaffeebohnen der Kooperative ISMAM, wenn man etwa die EZA-Faire-Trade-Kaffeesorten „Orgánico“ und „Fairioso“ konsumiert.

Leben in Würde

Den Mitgliedern von ISMAM geht es um ein Leben in Würde, einen achtsamen Umgang mit der Natur, hohe Qualität und das Bewältigen vielfältiger Herausforderungen mit Unterstützung des Fairen Handels.

Die Kooperativen stärken ihre Mitglieder nicht nur bei der Vermarktung ihres Rohkaffees. Sie bilden sie im Bio-Landbau aus und unterstützen sie dabei, ihre kleinflächige Landwirtschaft an den Klimawandel, der immer deutlichere Spuren hinterlässt, anzupassen.

Herausforderung Klimawandel

Der Klimawandel stellt eines der größten Probleme in Mexiko dar. Auf eine lange andauernde Trockenheit folgten heuer heftige Regenfälle und sehr früh im Jahr ein Hurrikan. Die sich ändernden Klima- und Anbaubedingungen erfordern ständige Investitionen und Anpassungen. Aber auch der Kaffeeanbau ändert sich, da Kaffee eine sensible Pflanze ist. Oft ist ein Umstieg auf andere Sorten nötig.

Weitere aktuelle Herausforderungen sind die organisierte Kriminalität, steigende Produktions- und Exportkosten und neue EU-Richtlinien wie die EU-Bio- und EU-Entwaldungsverordnung.

Weitere Informationen zu ISMAM: www.eza.cc/ismam

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