Pomologinnen schrieben Buch über Vielfalt an Birnen- und Äpfelsorten
AMSTETTEN. Das Mostviertel bietet einen einzigartigen Reichtum an Mostbirnen und Äpfeln. Die Pomologinnen Gerlinde Handlechner und Martina Schmidthaler haben die Sortenvielfalt in einem Buch abgebildet.

Handlechner und Schmidthaler haben schon vor ungefähr zwanzig Jahren ein Buch über die Sortenvielfalt an Mostbirnen und Wirtschaftsäpfeln verfasst. An ihrem neuen Buch „Äpfel & Birnen - Schätze der Streuobstwiesen“ haben die beiden Pomologinnen zwei Jahre intensiv gearbeitet. „Wir haben Bauern aus der Region eingeladen, uns ihr Obst zu bringen, damit wir es dokumentieren können“, sagte Handlechner.
Mehr als 2.100 Proben eingereicht
Aus der Bevölkerung wurden mehr als 2.100 Proben von Birnen- und Apfelsorten zur Sortenbestimmung und fotografischen Dokumentation eingereicht, darunter auch Sorten aus dem Pielachtal und Scheibbs. Diese wurden darauf von Handlechner und Schmidthaler mithilfe von Fachliteratur und ihres persönlichen Wissens zugeordnet. Bei den pomologischen Bestimmungen wurden die Proben aufgrund äußerer (Farbe, Reifezeit, Form, Stiel, Kelch) und innerer (Kerngehäuse, Fruchtfleisch) Merkmale sowie des Geschmacks zugeordnet.
Seltene Obstsorten gefunden
Bei den Birnen befasste man sich nicht nur mit Most-, sondern auch mit Speisebirnen. Für großes Aufsehen sorgten seltene Obstsorten wie „Schleichers Mostbirne“ oder die Blutbirne, an deren Existenz man schon lange nicht mehr geglaubt hatte. Manche Birnen- und Apfelsorten waren sogar bisher überhaupt noch nie bestimmt worden. Erhältlich ist das Buch ab Anfang Mai bei der Moststraße, im Mostbirnhaus, bei den Pomologinnen, im Mostbarone Webshop, bei den Moststraße Heurigenbetrieben und Produzenten sowie ausgewählten Buchhandlungen.


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