Film: "Britt-Marie war hier"
AMSTETTEN. Der Verein Perspektive Kino zeigt im GuckGuck den Film „Britt-Marie war hier“.

AMSTETTEN. Der Verein Perspektive Kino zeigt im GuckGuck den Film „Britt-Marie war hier“.
Man muss sich nicht mit einem Leben arrangieren, in dem Trott und Gewohnheit die einzigen Begleiter sind. Es ist möglich, sich auch noch in späten Jahren neu zu erfinden, wenn der Moment, in dem man wirklich zu leben beginnt, nicht von Alter oder Umständen beeinflusst wird, sondern selbst bestimmt ist.
Britt-Marie (Pernilla August) versteht nichts von Fußball. Sie weiß nur, dass es ihr Mann Kent immer eifrig im Fernsehen angesehen hat. Damals, als sie noch mit ihm verheiratet war und dachte, dass sie einander bis zum Tod begleiten würden. Aber als sie herausfindet, dass er sie schon seit geraumer Zeit betrügt, verlässt sie ihn und zieht in die Kleinstadt Borg. Hier sucht sie nun nach Arbeit, trotz ihrer mittlerweile 63 Jahre. Und der einzige Job, den die kleine Stadt für sie bereithält, nämlich den der Trainerin für die Fußballnachwuchsmannschaft, wird eine große Herausforderung für sie. Aber wie bei allem in ihrem Leben stellt sie sich auch dieser neuen Aufgabe mit Hingabe.
„Britt-Marie war hier“ ist ein ruhiger Film, passend zu dem kleinen Städtchen, in dem er spielt. Zu sehen ist auch eine Vielzahl an interessanten Figuren, die im Wechselspiel mit der Protagonistin allesamt ihre kleinen Macken und Eigenheiten offenbaren. Und all das macht die Geschichte sehr authentisch. Denn im Kern geht es um sehr reale Ängste und Probleme, nämlich um das Älterwerden und die damit einhergehende Angst, allein zu sein. Der Film zeigt auf angenehme Weise, dass es nie zu spät ist, das Ruder noch einmal herumzureißen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden