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AMSTETTEN. Seit kurzer Zeit erhalten junge Familien in Amstetten bei „Bindungsweise“ durch Bettina Reisinger Unterstützung bei den Themen „Wickeln mit Stoffwindeln“, „Babyschlaf“ und „Tragen von Babys“.

Die Amstettnerin Bettina Reisinger ist seit Anfang Februar Ansprechpartnerin für (werdende) Eltern. Foto: Elke Wininger

Ihre Erfahrung aus 18 Monaten Mamaleben hat die Physikerin Bettina Reisinger mit diversen Ausbildungen untermauert. Als diplomierte Schlafberaterin, geprüfte Trageberaterin und Fachkraft für natürliches und nachhaltiges Wickeln/Stoffwindelberaterin ist sie nun Ansprechpartnerin für (werdende) Eltern.

„Wie schläft es denn?“

Unter jungen Eltern ist das Thema „Wie schläft es denn?“ ein Dauerbrenner. Und tatsächlich: Babys schlafen zwar recht viel, aber ganz anders als Erwachsene. So stellt die Ankunft des neuen Familienmitglieds Eltern diesbezüglich oft auf eine harte Probe. Gerade auch beim Thema Schlaf gilt: Jedes Baby, jede Familie ist anders. Deshalb funktionieren hier keine pauschalen Ratschläge.

Langfristige Verbesserung der Gesamtsituation

Bettina Reisinger vermittelt Familien Wissen über das normale Schlafverhalten von Babys und Kleinkindern sowie mögliche Strategien zur langfristigen Verbesserung der Gesamtsituation. Die Informationen basieren auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen aus der Schlaf- und Bindungsforschung. „Pauschale Patentlösungen oder kurzfristige Erfolgsgarantien kann es bei einem so individuellen Thema aber nicht geben“, warnt die 34-Jährige vor falscher Hoffnung. Im Vordergrund stehe immer die Erhaltung und Förderung einer gesunden Eltern-Kind-Bindung.

Kategorie „Tragling“

„Wir alle haben in der Schule gelernt, dass Tierjunge in die Kategorien Nesthocker und Nestflüchter eingeteilt werden. Das ist aber nur die halbe Wahrheit – seit den 1970er-Jahren weiß man, dass es eine dritte Kategorie gibt: die Traglinge. Neben Kängurus, Koalas und Affen gehören unter anderem auch wir Menschen dazu. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass die allermeisten Babys in der Trage glücklich und zufrieden sind, während viele im Kinderwagen herzzerreißend weinen“, so Reisinger.

„Nachwuchs genießt engen Körperkontakt“

Für viele Familien gebe es kaum etwas, das das Zusammenleben mit einem Baby mehr erleichtere als ein Tragetuch oder eine Tragehilfe. „Der Nachwuchs braucht und genießt den engen Körperkontakt mit einem vertrauten Erwachsenen und die Eltern haben beide Hände frei. Tragen ist aber nicht nur praktisch: Der enge Körperkontakt mit den Eltern fördert eine gute Eltern-Kind-Bindung und richtig angelegte Tragen unterstützen die gesunde Hüftentwicklung des Kindes“, erklärt Reisinger, die Eltern verschiedene Bindetechniken mit dem Tragetuch erklärt. Auch unterschiedliche Tragehilfen können an- und ausprobiert werden. Geübt wird erst mit einer speziellen Puppe, damit bei den ersten Versuchen mit dem Baby alle Handgriffe sicher sitzen.

5.000 Windeln

Auch in Sachen Windeln möchte Reisinger ihr Wissen weitergeben: „Ein Baby benötigt im Laufe seiner ersten drei Lebensjahre etwa 5.000 Windeln. Werden dazu Wegwerfwindeln verwendet, sind das vier Kubikmeter oder 1,5 Tonnen – schlecht brennbarer – Müll. Die Eltern geben für den Kauf ungefähr 1.000 Euro aus“, erklärt Reisinger. Eine immer beliebtere, kostengünstige und nachhaltige Alternative würden Stoffwindeln darstellen. „Der Aufwand dafür ist dank moderner Windelsysteme auch nur minimal höher als bei der Verwendung von Wegwerfwindeln. Das Auskochen von Wäschebergen, das wir aus Erzählungen unserer Großelterngeneration kennen, ist längst Geschichte“, betont Reisinger, die Eltern auch dahingehend berät.

Weitere Informationen auf www.bindungsweise.at!


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