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BEZIRK. Dem „Gespenst Einsamkeit“ widmete die PfarrCaritas der Diözese St. Pölten eine Online-Veranstaltung. Persönliche Erfahrungen und Beobachtungen, relevante Daten und Zahlen, demografische und soziale Ursachen sowie zahlreiche Ansätze und Überlegungen für Wege aus der Einsamkeit standen dabei am Programm.

Christa Herzberger Foto: Caritas
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„Selber rechtzeitig aktiv werden, sich engagieren und die Möglichkeiten zur Begegnung nutzen – all das sind mögliche Ansatzpunkte für jeden Einzelnen. Kontakte anbieten, Begegnungsräume öffnen und Netzwerke knüpfen sind einige der Möglichkeiten, die sich für Pfarren und Gemeinden ergeben“, erklärt Christian Köstler, der gemeinsam mit Christa Herzberger durch den Online-Workshop führte.

Alle Altersgruppen sind betroffen

Mit dem Thema „Einsamkeit“ verbindet man oft ältere Menschen. Das ist aber eine falsche Annahme. „Vom „Gespenst Einsamkeit“ werden Menschen aller Altersgruppen heimgesucht: Alleinerziehende, kranke Menschen, Alte, aber auch Kinder und Jugendliche“, so Christa Herzberger. Einsamkeit bleibe oft unerkannt und habe sich durch die Corona-Pandemie verschärft.

Individualisierte Gesellschaft

Zudem sei Einsamkeit das Produkt einer individualisierten Gesellschaft: „Viele Menschen leben nicht mehr im Großfamilienverband, sondern in kleinen, mobilen Gruppen. Die Zahl der Singlehaushalte hat sich in den vergangenen 50 Jahren verdoppelt. In Österreich leben 1,5 Millionen Menschen in solchen Haushalten“, verdeutlicht Köstler, der daran erinnert, dass auch das Schicksal der Verwitwung, das vor allem ein Frauenschicksal ist, zur Einsamkeit beitrage.

Einsamkeit macht krank

Tatsache sei, dass Einsamkeit krank mache: „Einsame Menschen geben weniger auf sich Acht, empfinden mehr Stress, sind weniger resilient und leiden mehr unter Schlafstörungen. Einsamkeit schwächt das Immunsystem und schädigt das Herz-Kreislauf-System“, so Köstler.

Mit sich selbst gut umgehen

Ein Weg aus der Einsamkeit sei, eine Form zu finden, mit sich selbst gut umzugehen und an einem sozialen Netz sowie Freundeskreis zu arbeiten. Ein wichtiges Thema sei natürlich auch, Hilfe annehmen zu lernen. Ein weiterer Punkt: „Für viele Menschen ist aus finanzieller Sicht Begegnung in Lokalen und Gasthäusern nicht möglich. Hier ist es wichtig, konsumfreie Begegnungsräume wie „Tratschbankerl“ oder „Pfarrgärten“ zu schaffen“, ist Köstler überzeugt.

Weitere Informationen bei der PfarrCaritas!


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