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AMSTETTEN. Inmitten verbauter Siedlungsräume sind Friedhöfe Orte der Ruhe und des Innehaltens für Menschen. Ökologisch gepflegte und bepflanzte beziehungsweise gestaltete Gräber und Friedhöfe sind jedoch viel mehr als blühende Gedenkstätten.

 (Foto: contadora1999/stock.adobe.com)
(Foto: contadora1999/stock.adobe.com)

Jedes ökologisch bepflanzte Grab ist eine eigene, kleine grüne Oase, die Wildbienen, Schmetterlingen und zahlreichen weiteren Tierarten wertvollen Lebensraum bietet. Eine naturnahe Friedhofs- und Grabgestaltung sowie deren ökologische Pflege schafft würdige Orte des Gedenkens und zugleich Raum für Begegnung inmitten wohltuender Natur.

Worauf man achten sollte

„Bitte allen tierischen Mitlebewesen zuliebe auf den Einsatz von chemisch-synthetischem Dünger sowie chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln verzichten und für die Bepflanzung insektenfreundliche, am besten heimische Stauden, wählen. Zudem sollte man beim Kauf von Erden auf Produkte mit der Aufschrift ‚torffrei‘ achten, denn der Erhalt von Mooren ist wesentlich für den Klimaschutz“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Bewegung „Natur im Garten“.

Ökologische Grabgestaltung

Die individuelle Grabgestaltung bringt in besonderer Weise die Verbundenheit der Angehörigen in Form von Lieblingsblumen, sinnbildlicher Farbwahl und -kombination, oder Pflanzenarten mit besonderer Symbolik wie Christrose, Duft-Veilchen oder „Himmelsschlüssel“, zum Ausdruck. Bewährte Dauerbepflanzungen sind eine Kombination aus Kleingehölzen wie schwachwüchsiger Eibe, Berberitze, Bartblume oder ungefüllter Bodendeckerrose mit mehrjährigen, niedrigwüchsigen Stauden und Bodendeckern sowie Frühjahrsblühern.

Mulchen

Wird mit Flachs- oder Hanfschäben, Hackschnitzel oder Splitt/Kies gemulcht, bleiben Pflege- und Wasserbedarf gering. An sonnigen Standorten duften Kräuter wie Steinquendel, Kaskaden-Thymian, Weißer Feldthymian, Felsen-Ysop, Zwerglavendel und Kriechendes Berg-Bohnenkraut sowie blütenreiche, niedrigwachsende Glockenblumenarten, Polster-Phlox, Zwerg-Woll-Ziest, Polster-Ehrenpreis und dankbare Alleskönner wie Sedum und Hauswurz in zahlreichen Variationen.

Halbschatten bis Schatten

Im Halbschatten bis Schatten gedeihen Funkie, Schneerose, Garten-Teppich-Primel, Moos-Steinbrech, Lungenkraut, Günsel, Vergissmeinnicht, Duft-Veilchen, Frauenmantel, Zwerg-Geißbart und Bergenien kombiniert mit niedrigen Farnen und Ziergräsern. Elemente aus heimischem Holz oder regionalem Gestein und Grabschmuck aus Naturmaterialien bieten weitere Möglichkeiten der dekorativen Gestaltung.


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