Hilfswerk plant 2023 Vier-Tage-Woche
NÖ. An den Standorten Amstetten, Aschbach, Waidhofen/Ybbs und St. Valentin betreuen 136 Mitarbeiter aktuell 573 Kunden. 49 Mitarbeiter rund um Pflegemanagerin Maria Mühlwanger sind für Familien im Bezirk Amstetten im Einsatz. Seit November konnte das Team um sechs Kollegen erweitert werden.

Dennoch gibt es an allen vier Sozialstationen 46 offene Stellen, allein in Amstetten 13. Die Vergrößerung des Teams ist wichtig, um die optimale Versorgung der Kunden auch weiterhin gewährleisten zu können. Angesprochen werden junge Menschen ebenso wie jene, die bereits mitten im Leben stehen und sich als Quer- und Umsteiger für eine Tätigkeit in der mobilen Pflege entscheiden. Die Präsidentin des NÖ Hilfswerks ÖVP-LAbg. Bgm. Michaela Hinterholzer: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten, bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen und als größter Arbeitgeber des Landes ein optimales Arbeitsumfeld anzubieten.“
Vier-Tage-Woche ab 32 Wochenstunden
Daher startet im Jänner 2023 die Vier-Tage-Woche für das Pflegefachpersonal. Die Maßnahme stößt innerhalb des bestehenden Mitarbeiterpools auf positives Echo. NÖ Hilfswerk Geschäftsführer Christoph Gleirscher erhofft sich, damit einen Anreiz für Mitarbeiter zu schaffen, ihre Stundenanzahl zu erhöhen. In Anspruch nehmen können diese Maßnahme nämlich nur jene mit einer Wochenverpflichtung von 32 und mehr Stunden, also nur rund zehn Prozent der Mitarbeiter. „Wer seine Stundenanzahl erhöht und sich für die Vier-Tage-Woche entscheidet, hat eine deutliche bessere Planbarkeit von Freizeit und Urlaub“, so Gleirscher.
Verbessertes Beschwerdemanagement
Erfreut zeigt sich Gleirscher auch über das positive Ergebnis einer Umfrage bei Hilfswerk-Kunden. Die Zufriedenheit bei „Vertrauenswürdigkeit der Mitarbeiter“, „Hygiene und Sicherheit“ und vor allem die Zufriedenheit der Mitarbeiter selbst mit dem Hilfswerk als Arbeitgeber erzielten überdurchschnittliche Werte. Verbesserungen im Beschwerdemanagement will man bereits ab Februar 2023 umsetzen: Dann wird es nö-weit eine zentrale, telefonische Stelle geben, die von Montag bis Freitag jeweils von 6 bis 18 Uhr erreichbar ist und Hilfestellung im akuten Pflegebedarf geben kann. Am Wochenende steht eine Notfalls-Hotline zur Verfügung.
Gute Zusammenarbeit mit Ausbildungsstätten
Im neuen Bildungscampus Mostviertel in Mauer nutzt das NÖ Hilfswerk regelmäßig die Möglichkeit, sich bei potenziellen Mitarbeitern zu präsentieren und vor allem die Schönheit des Berufs Hauskrankenpflege zu vermitteln. „Gerade in der Pandemie haben wir die weniger schönen Seiten des Berufs erfahren müssen, aber in Wahrheit ist Pflege ein sehr befriedigender und erfüllender Beruf“, so Hinterholzer. Der Bildungscampus öffnet daher am Samstag, 14. Jänner 2022, von 9 bis 15 Uhr seine Türen, damit sich Interessierte an der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger entsprechend informieren können. Auch über die finanziellen Möglichkeiten: Auszubildende etwa erhalten 600 Euro im Monat während der Ausbildung; Umsteiger können mit bis zu 1.400 Euro Unterstützung im Monat rechnen.
Details zu aktuellen Stellenangeboten finden Interessierte unter https://www.hilfswerk.at/niederoesterreich/jobs/jetzt-bewerben/aktuelle-stellenangebote/.


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