Die Fastenzeit als Familie bewusst erleben
BEZIRK AMSTETTEN. Unter dem Motto „Haben wir, was wir brauchen? Brauchen wir, was wir haben?“ lädt der Katholische Familienverband Familien aus dem Bezirk zur Aktion „plusminus“ ein.

Angeboten werden Anregungen, die Fastenzeit innerhalb der Familie zu begehen. „Wir wollen dazu einladen, gemeinsam in der Familie das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen und einen bewussten Blick auf seine Lebensweise zu werfen“, heißt es von Peter Pitzinger, dem Vorsitzenden des Katholischen Familienverbands.
„Fastenstrauch“ zum Blühen bringen
So gebe es für Familien etwa die Aufgabe, innerhalb der 40 Tage der Fastenzeit den eigenen „Fastenstrauch“ zum Blühen zu bringen. „Jedes Familienmitglied überlegt sich ein Konsumgut, auf das in der Fastenzeit ganz oder teilweise verzichtet wird. Gelingt der Verzicht oder die Einschränkung, kann der Strauch täglich von einem Familienmitglied durch das Aufhängen entsprechend vieler Papierstreifen zur Blüte gebracht werden“, so der Familienverband.
40 Aufgaben zu Verzicht, Nächstenliebe und Reflexion
Auch Plakate für Familien können bestellt werden. Dazu halte man für alle Familienmitglieder 40 Aufgaben bereit, die sich mit Verzicht, Nächstenliebe und Reflexion beschäftigen, zu einem guten Verhalten motivieren und so das Familiennetzwerk stärken. Mit der Aktion wolle man dazu beitragen, das Thema „Verzicht“ besonders Kindern spielerisch näherzubringen.
Aktion für Kindergärten und Volksschulen
Beleben wolle man die Fastenzeit auch in Kindergärten und Volksschulen, so der Familienverband. Dafür habe man eigene Materialien für Kindergartengruppen erarbeitet. Einfache Aufgaben und Gesprächsimpulse thematisieren die Grundthemen der Aktion, also das alltägliche Konsumverhalten und „die wahren Bedürfnisse“.
Die dargestellten Situationen werden besprochen und teilweise mit Aufgaben verknüpft. Gelingen deren Umsetzung oder auch das Einhalten eines Vorsatzes, können Blumen, Früchte, Sterne und anderes auf ein Plakat geklebt werden. Das bringe Farbe in das Geschehen und stellt den gemeinsamen Weg durch die Fastenzeit bildlich dar.
Nachdenken über Konsumgewohnheiten
In den Volksschulen könne man bereits breiter über das Thema reflektieren, so Peter Pitzinger. Die Frage „Brauchen wir, was wir haben?“ rege die Sechs- bis Zehnjährigen zum Nachdenken über die eigenen Konsumgewohnheiten an. Schon Kinder würden als Konsumenten gezielt umworben. Daher sei es sinnvoll, sich bereits in jungen Jahren bewusst mit dem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen, zeigt sich der Verband überzeugt. Ebenso wie im Kindergarten werde der Klassenverband eingeladen, ein buntes Plakat zu bearbeiten, zu beleben und sich so dem Thema spielerisch zu nähern.


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