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WOLFSBACH. Friedensgärtner Gerald Koller hat – anlässlich des Kriegsbeginns in der Ukraine vor einem Jahr – den Friedensgarten ins Leben gerufene. Pfarrer Jakob Kruses hielt im Rahmen eines Gedenkgottesdienstes und zur Verleihung der Friedensgartenplakette an die evangelische Pfarrgemeinde Loipersbach diese mittelalterliche Narrenrede.

 (Foto: zVg)
(Foto: zVg)

Vom Frieden wollen wir heut reden, der wirklich wichtig ist im LebenVom Frieden, den wir alle wollenDen wirklich ALLE wollen sollen. So weit so gut so einfach auch Das sagt Verstand, Gefühl und Bauch Des Menschen tiefster Wunsch auf Erden Ist: dass es Friede möge werden. So wünschen wir aus tiefstem Herzen, entzünden gern auch Friedenskerzen, erfreuen uns an ihrem Schein doch wissen wir: so wird´s nie sein. Friedenssehnsucht in uns ruht, doch an den Händen klebt nur Blut. So war es schon von Anfang an als Kain erschlug den Nebenmann. Willst Frieden du der Welt verkünden, muss Frieden eine Heimstatt finden. Denn: gibt’s für den Frieden keinen Ort, dann ist er –„husch-husch“ – wieder fort. Es war wohl an einem Sommermorgen, als Gerald saß, geplagt von Sorgen in seinem Garten, dem schönen Ort er Frieden fand, die Sorgen fort … Die Gedanken frei, das Herz ihm lachte vielleicht das auch der Kaffee machteder in der Tasse vor ihm stand als eine Idee zu ihm fand: Wenn hier im Garten Frieden ist, der Friede, den die Welt vermisst, warum nicht Hoffnung neu entfachen und Gärten zu Friedensorten machen? Und weiter dachte er: Was würde sein, wenn all die Gärten, groß und klein, die Gärten in Pannonien hier und auf Balkonien, bitte sehr, die Gärten dieser schönen Welt, wo alles wachset nur kein Geld, wo Seelen Frieden finden können, was – wenn wir hier gewönnen Menschen, die nicht durchs Leben hetzen, Menschen, die hier ein Zeichen setzen: Mein Garten ist ein Friedensort Mein Garten ist der Liebe Hort, Mein Garten ist ein Paradies, wie´s einmal war, wie ich`s vermiss. Als Gerald sprach vom Friedensgarten, griff ich im Geiste schon zum Spaten, wollt Bäume pflanzen, Blumen, Kräuter, den Boden mulchen, Kompost streuen säen, gießen – und so weiter dacht: Gerald würde sich jetzt freuen, weil so ein Friedensaktivist ihm sicher eine Freude ist. Der Gerald aber schaut mich an … Schwieg erst mal still, was ich nicht kann… Was willst Du? Machen, schaffen, hackeln, tun? Willst Frieden du, dann musst du – ruhn … Die Hände falten, dich niedersetzen Die Augen schließen, mit den Vögeln schwätzen Der Franz, der aus Assisi kam Der hat es auch mal so getan. Schalom, Frieden von innen her Das klingt sehr leicht, ist aber schwer bedarf der Übung – bitte sehr. Damit die Seele Frieden find, musst werden du – ein kleines Kind. Okay, dacht ich, ich soll nichts tun, soll einfach einmal in mir ruhn? Ich wollte protestieren schon, weil: nichts zu tun, bringt keinen Lohn. … da plötzlich sah ich viele Gärten voll mit den schönsten Gotteswerken! Sah Blumen blühn, hört Bienen summen, spürt, wie Ängste sacht verstummen. Ein Friedensband aus vielen Orten: das zu erklären ist mit Worten gar nicht so leicht. Da klingt´s dann seicht. Doch wurde mir das Herze froh, ich dacht – vielleicht will Gott es so …

www.friedensgaerten.net

Wiener TV-Sender w24 mit dreiminütigem Filmbericht: https://we.tl/t-edDoDeBrYh
Kontakt bei Interesse für Friedensgärten:
E-Mail: agnes.koller@qualitaetleben.at

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