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AMSTETTEN. In Kooperation mit dem Verein Dante Alighieri zeigt Perspektivekino am Dienstag, 2. Mai, sowie Mittwoch, 3. Mai (OmU), jeweils um 19.30 Uhr „Il Traditore – Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra“ im yellow.

Der Film beruht auf einer wahren Geschichte. (Foto: Fabio Lovino)
Der Film beruht auf einer wahren Geschichte. (Foto: Fabio Lovino)

Il Traditore (italienisch für “Der Verräter”) erzählt die wahre Geschichte von Tommaso Buscetta, der sich selbst als „Soldat“ in der Hierarchie der Mafia bezeichnete. Jahrelang mordete er und schmuggelte Drogen für die Cosa Nostra und kannte alle wichtigen Bosse. Doch anders als die im Heroingeschäft noch reicher und skrupelloser gewordenen Corleone-Mafiosi hatte Buscetta noch ein paar Prinzipien.

Streit zwischen den Mafiabossen in den 80ern

In den frühen 1980er-Jahren tobt auf Sizilien ein regelrechter Streit zwischen den dort vorherrschenden Mafiabossen. Tommaso Buscetta (Pierfrancesco Favino) ist einer dieser Bosse und flieht nach Brasilien, um dort unterzutauchen. Nachdem er von der brasilianischen Polizei verhaftet und nach Italien überstellt wird, gelingt es ihm aber, aus dem Gefängnis in Turin auszubrechen. Er kehrt wieder nach Brasilien zurück. Zu Hause in Italien aber geht alles seinen gewohnten Gang: Alte Rechnungen werden beglichen und Buscettas Verbündete nach und nach umgebracht (darunter auch sein Bruder und zwei seiner Söhne).

Gescheiterter Selbstmordversuch

Erneut wird er von der brasilianischen Polizei verhaftet und grausam gefoltert. Zutiefst betroffen von den Hinrichtungen an ihm nahe stehenden Menschen, besonders von den grausamen Morden an seinen beiden ältesten Söhnen, versucht er, sich mit Gift das Leben zu nehmen. Doch er wird gerettet und 1984 wieder nach Italien ausgeliefert. Zurück in seiner Heimat fällt er die Entscheidung, die sowohl sein Leben als auch die Mafia verändern wird: Er trifft sich mit Richter Falcone und beginnt, mit der Justiz zu kooperieren. Die Informationen, die er den italienischen Behörden liefert, sind umfassender als je zuvor. Erstmals gelingt es, die Cosa Nostra ernsthaft zu schwächen. Im sogenannten „Maxi-Prozess“ von Palermo werden 475 Personen angeklagt. Dieser mehrfach ausgezeichnete Film ist exzellent, weise und hochspannend; er geht schlichtweg unter die Haut.

Café yellow
Dienstag, 2. Mai
Mittwoch, 3. Mai (OmU)
Zeit: jeweils 19.30 Uhr
Eintritt: 9 Euro (6 Euro für Schüler/Studenten)
Platzreservierung: per E-Mail an kontakt@perspektivekino.at

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