Feuerwehr-Leistungsbewerbe sind wieder im Aufwind
BEZIRK AMSTETTEN. Nachdem sich im Vorjahr viele Bewerbsgruppen nach einer zweijährigen Coronapause wieder neu ausrichten beziehungsweise formieren mussten und die Bewerbsteilnahmen im Vergleich zu 2019 stark rückläufig waren, wurden heuer bei den Bewerben auf Abschnitts-/Bezirksebene wieder deutlich mehr teilnehmende Gruppen verzeichnet. Das berichten Gottfried Bühringer – er rennt und brennt für das Bewerbswesen – von der FF Krenstetten und Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber.

Dieser Trend habe sich auf den Landesbewerben in Leobersdorf fortgesetzt. Waren es im Vorjahr 694 Durchgänge, die positiv abgeschlossen wurden, so waren es im heurigen Jahr 1015, so Bühringer. Auch aus dem Bezirk Amstetten traten wieder viel mehr Neuner-Gruppen an. Die Vertreter des Bezirkes Amstetten gaben wieder ihr Bestes, ging es doch auch noch um die Qualifikation für den Bundesbewerb im nächsten Jahr in Vorarlberg.
Zwei Fixstarter beim Bundesbewerb
Die FF Krenstetten hatte im Vorjahr die Qualifikation in Bronze A bereits geschafft. Mit einem 11. Platz in Silber A (ohne Anrechnung von Alterspunkten) in Leobersdorf (37,69 Sekunden, fehlerfrei) hat man nun auch das Ticket für Silber A für den Bundesbewerb in der Tasche. Die FF Ertl erreichte in Bronze A im heurigen Jahr Platz 25 (34,79 Sekunden fehlerfrei) und darf sich ebenfalls über die Teilnahmeberechtigung beim Bundesbewerb freuen.
Wackelkandidat Hochstrass
Auch Hochstrass hätte das sichere Ticket in Silber A mit einer Zeit von 39,24 Sekunden, wären da für ein „liegengebliebenes Gerät“ nicht fünf Schlechtpunkte dazu gekommen. Nun heißt es abwarten, ob das Vorjahresergebnis für die Bundesbewerbsqualifikation reicht. Krenstetten 1 durfte sich in Silber B (mit Anrechnung von Alterspunkten) über einen 19. Platz freuen. Die Damengruppe aus Viehdorf trat sowohl in Bronze als auch in Silber an und schlugen sich tapfer.
Zieldefinierung besser als Vergleich
Jetzt sei es sehr wichtig, dass die Gruppen die positiven Erlebnisse aus dem heurigen Jahr mitnehmen und im nächsten Jahr konsequent weiterarbeiten, so Bühringer: „Wichtig ist nicht in erster Linie der Vergleich mit den anderen Gruppen, sondern dass man für die eigene Gruppe Ziele definiert. Wenn diese erreicht werden, kann man in jedem Fall von einem vollen Erfolg sprechen.“ Wenngleich das Gerät, das Bewerb verwendet wird beim Einsatz nicht mehr den Stellenwert wie früher hat, so ist der Bewerb für viele Feuerwehren unverzichtbarer Bestandteil des Feuerwehrwesens, fördert es doch Kameradschaft, körperliche Fitness und trägt wesentlich zum Zusammenhalt der Feuerwehrmitglieder bei.
Finale Bezirks-Cup
Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber abschließend: „Die Landesbewerbe in Leobersdorf zeigten in großartiger Weise das Feuerwehr-Feeling auf, das Tausende Feuerwehrmitglieder genießen konnten – darunter viele aus dem Bezirk Amstetten!“ Bühringer verweist darauf, dass auch der Bezirks-Cup ins Finale geht: Dabei werden die besten Bewerbsleistungen der Feuerwehren aus dem Bezirk zusammengezählt.


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