Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

YBBSITZ. Mit der Plattform forumferrum.com sind die Schmiedeschätze des Ybbsitzer FeRRUM ab sofort grenzenlos erlebbar. Die digitale Sonderausstellung „Winter“ setzt zum Auftakt einen saisonalen Akzent.

  1 / 2   Barbara Pirringer, Jan Schwingenschlögl, Veronika Fallmann, Bgm. Gerhard Lueger, Ernst Fahrngruber, Erika Helm, Bgm. a. D. Josef Hofmarcher, Mag. Monika Gröbl, Susanne Rumpl, Petra Spreitzer (v. l.) (Foto: Gemeinde Ybbsitz)

„Einerseits können wir nun unseren Schatz an Schmiedearbeiten österreichischer, tschechischer, italienischer, ungarischer, slowakischer, ukrainischer Schmiede und Metallgestalter zahlreicher vor den Vorhang holen, als uns das in den Räumlichkeiten des FeRRUMs möglich ist“, erklärt ÖVP-Bürgermeister Gerhard Lueger und ergänzt, „gleichzeitig sind wir mit der technischen Lösung nun bei der Archivierung und Verwaltung von über 1.300 Exponaten von Schmiedearbeiten und musealen Stücken wieder am Puls der Zeit.“

Spitzenposition als Schmiedeort ausbauen

Mit der neuen Plattform will man mehrere Herausforderungen bewältigen: Der jährliche Zuwachs in Form von internationalen Wettbewerbsarbeiten treibt die Zahl der herausragenden Arbeiten in die Höhe. Gezeigt können aber vor Ort immer nur einige wenige werden. Eine veraltete Archivsoftware und die Notwendigkeit, Ordnung in die Lagerung und Archivierung der Werke zu bringen, beschleunigte ebenfalls die Suche nach einer zukunftssicheren Lösung. Doch nicht nur organisatorisch wollen die Gemeinde und der Schmiedeverein Ybbsitz mit forumferrum.com in die Zukunft gehen. Die Entscheidung, als „kleines Museum“ seine Sammlung digital zu präsentieren, ist auch eine strategische. „In Ybbsitz brennt man fürs Schmieden, dafür sind wir international bekannt und stolz darauf. Mit diesem Schritt kombinieren wir Handwerk, Kunst und Digitales, um es erlebbar und gleichzeitig verwaltbar zu machen. Damit nimmt Ybbsitz eine Vorreiterrolle in der Schmiedewelt ein, was das Interesse anderer Städte und Kulturstätten bestätigt“, so der Obmann des Schmiedevereins Josef Hofmarcher.

Wurzeln in Ybbsitz, Äste in der Welt

Er war es auch, der im Sommer 2020 die initialen Vorstellungen formulierte. Gemeinsam mit den befreundeten Schmiedegemeinden Brtnice und Namiest nad Oslavou in Tschechien erarbeitete eine Kerngruppe engagierter Ybbsitzer und Projektteilnehmer unter der Projektleitung von Barbara Pirringer die Anforderungen an eine digitale Archiv- und gleichzeitig Präsentationsplattform. Das Konzept und die notwendigen Schritte wurden im Frühjahr 2022 in Ybbsitz vorgestellt. „Die tschechischen Projektpartner zogen sich zurück, Ybbsitz zog durch“, fasst Bürgermeister Gerhard Lueger zusammen und bedankt sich bei jedem Einzelnen und insbesondere beim Schmiedeverein Ybbsitz, „um jede Schmiedearbeit nun hier online geputzt, ausgeleuchtet, fotografiert, bearbeitet, beschrieben, vermessen, gewogen und korrekt dokumentiert zu sehen, haben viele Menschen die Ärmel hochgekrempelt.“

Das Feuer am Lodern halten

Auch in Zukunft will man bei der Datenqualität dranbleiben: Die Werke der heurigen Schmiedeweihnacht am 16. und 17. Dezember 2023 sollen bereits mit spannenden Making-of-Szenen bereichert werden, die mehr über ihre kreativen Schöpfer und den Schmiedevorgang verraten. Zusätzlich zu den Online-Besuchern sind auch Unternehmen und Vereine herzlich eingeladen, sich online umzusehen und vielleicht die eine oder andere Leihgabe für ihr Foyer oder eine Veranstaltung zu entdecken.

Zahlen & Faktenwww.forumferrum.com
250 Schmiedearbeiten öffentlich sichtbar
600 Werke erfasst
700 Schmiede und Metallgestalter erfasst
20 Personen bei der Realisierung, Werkpflege etc. beteiligt
Alle Werke sind ausleihbar, aber nicht käuflich.
Auftraggeber: Schmiedeverein Ybbsitz und Gemeinde Ybbsitz
Projektleitung & Realisierung durch P&R Büro für Erlebnisentwicklung und i-gap Schwingenschlögl & Welser OG

Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden