AMSTETTEN. Für alle, die mehr über Gemüsevorzucht wissen wollen, gibt es am Freitag, 23. Februar 2024, in Amstetten abends einen zweistündigen Workshop zu diesem Thema. Dabei können die Teilnehmer Tomaten, Paprika, Chili und vieles mehr ansäen oder pikieren und Jungpflanzen mit nach Hause nehmen.

Auch wenn sich im Garten vorerst nur zarte Hinweise auf den Frühling zeigen, die wärmenden Sonnenstrahlen lassen bereits die Knospen anschwellen und in kurzer Zeit wird die Natur von Neuem üppig erblühen. Nun ist es an der Zeit – je nach Gemüse- oder Kräuterart – Pflanzen vorzuziehen, damit nach den letzten Frösten gleich gepflanzt werden kann.
Richtige Wahl der Erde
Der Erfolg beginnt mit der richtigen Wahl der Erde, wie Bernhard Haidler, Regionalberater von „Natur im Garten“ im Mostviertel, weiß: „Anzuchterde sollte immer nährstoffarm sein, da ansonsten die zarten Wurzeln der Keimlinge ,verbrennen' oder zu wenig Wurzelmasse gebildet wird. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, aber dennoch sollte die Erde ausreichend Feuchtigkeit speichern können. Selbstverständlich sollten nur torffreie Bio-Substrate im Garten Verwendung finden.“
Idealer Zeitpunkt für Paprika, Chili oder Melanzani
Für Paprika, Chili oder Melanzani ist jetzt der ideale Zeitpunkt zum Vorziehen. Sie brauchen es warm, um zu keimen. Auf jeden Fall über 20°C, besser sind 25 bis 28°C. Wenn nach den Keimblättern die ersten richtigen Laubblätter erscheinen, können die kräftigsten Pflänzchen in größere Töpfe mit nährstoffreicherer Erde pikiert werden. Damit sich kräftige Pflanzen entwickeln können, müssen diese nun umziehen: Der neue Standort sollte hell sein und die Temperatur bei maximal 15°C liegen.
Endgültige Auspflanzung Mitte Mai
Wenn die Pflanzen sich weiterentwickelt haben, können diese an warmen Tagen tagsüber ins Freie gestellt werden – halbschattig und nicht in die direkte Mittagsonne. Zum Abhärten die Pflanzen ein paar Mal nur wenig gießen, das stresst sie zwar, hilft aber, die Wurzelbildung anzuregen und einen Freilandschock nach dem Auspflanzen zu vermeiden. Ausgepflanzt wird dann nach den letzten Frösten der Eisheiligen Mitte Mai. Zum Workshop mitzubringen ist eine Klappbox oder Schachtel zum Abtransport der pikierten Pflanzen.


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