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Schach-Landesliga: Amstetten I vergibt unglücklich den Sieg

Norbert Mottas, 17.11.2021 12:42

AMSTETTEN. Nach der Abfuhr im Derby gegen Böhlerwerk spielte die Kampfmannschaft des SV Amstetten am Sonntag gegen das Tabellenschlusslicht Bismaberg/Korneuburg.

 (Foto: 2015 MilanMarkovic78/Shutterstock)
(Foto: 2015 MilanMarkovic78/Shutterstock)

Gegen die Mannschaft aus Böhlerwerk rechneten sich die Amstettner einige Chancen aus und so begann der Wettkampf auch vielversprechend.

Auf Brett 6 spielte Michael Tieber furchtlos und nahm das Bauernopfer seines deutlich stärker eingestuften Kontrahenten an. Nach einigen Komplikationen, wo der Vorteil hin- und herwechselte, einigten sich die beiden Spieler auf ein gerechtes Unentschieden.

Kurz darauf gelang Thomas Wadsack der Führungstreffer. In einem scharfen Abspiel der französischen Verteidigung konnte unser Nachwuchsspieler den routinierten Mannschaftsführer von Bisamberg aus dem Konzept und dessen König in große Bedrängnis bringen. Nach nicht einmal 20 Zügen musste der Bisamberger seinen König umlegen und Thomas wurde verdientermaßen zum Spieler der Runde.

FM Florian Sandhöfer konnte anschließend auch die Führung auf 2 Punkte ausbauen. In dieser Partie war er seinem Gegner in allen Belangen überlegen und fuhr einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein.

Sand im Angriffsgetriebe

Danach kam allerdings Sand ins Angriffsgetriebe. Pero Dumancic übersah eine Kombination seines Kontrahenten, wonach er zunächst seine Dame und danach auch seinen König verlor.

Diesen Trend hätte Franz Rechberger umkehren können, wenn er seine Partie, in der er seinen Gegner völlig an die Wand gespielt hatte, mit einem Sieg abgeschlossen hätte. Leider gewinnt ein Konjunktiv keine Partien. Franz sah Gespenster und bot in einer Gewinnstellung seinem Gegner ein Unentschieden an, was dieser dankend annahm. Erst danach ging ihm ein Licht auf, wie die Partie zu gewinnen gewesen wäre.

Doch noch war der Mannschaftssieg in Reichweite. Hans Wiesinger konnte seinem Gegner bereits in der Eröffnung Material abnehmen und kämpfte in weiterer Folge wie ein Löwe um den Sieg gegen seinen etwas stärkeren Kontrahenten. Leider reichte der Vorteil von lediglich einem Bauern am Ende knapp nicht zum Sieg.

Kurz darauf musste allerdings MK Helmut Thierjung in einer sehr komplizierten Partie, in der er zwischenzeitlich auch Vorteil hatte, seinen König umlegen. Somit stand es 3,5:3,5.

Hervorragende Partie

In der letzten Partie spielte Michael Laffer erst das zweite Mal in Amstettens höchster Spielklasse. Wie schon im Wettkampf gegen Böhlerwerk gelang ihm eine großartige Partie. Sein Bisamberger Kontrahent war deutlich stärker einzustufen, doch von Beginn an spielte Michael eine hervorragende Partie und ließ keinen Zweifel daran, dass Elo-Zahlen nur bedingt eine Bedeutung haben. Wie auch in Hans‘ Partie reichte aber auch hier der Vorteil von einem Bauern nicht zum Sieg. Somit fuhr der SV Amstetten nach ca. 4 Stunden mit einem 4:4 nach Hause.

Talent unter Beweis gestellt

Obwohl bei der Heimfahrt noch etwas die Enttäuschung über die schlechte Chancenauswertung vorherrschte, ist dieses Ergebnis kein schlechtes, schon gar nicht vor dem Hintergrund, das einige Amstettner Spieler ihr Talent unter Beweis gestellt haben. Amstetten I befindet sich nach Runde vier auf Platz 7, lediglich einen Punkt hinter Platz 4.


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