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AMSTETTEN. Eine starke Rapid-Mannschaft überrumpelte den SKU vor 800 Zuschauern im Ertl Glas-Stadion Amstetten und ging vor der Pause zweimal verdient in Führung. Nach der Pause stieg Amstetten aber mächtig aufs Gas und drehte das Spiel. Der SKU fuhr den sechsten Sieg in Folge ein und festigt damit einen Spitzenplatz in der Herbsttabelle - Fazit: SKU Ertl Glas Amstetten – SK Rapid Wien II 5:2 (1:2).

Trainerteam: Co-Trainer Gerhard Obermüller, Cheftrainer Jochen Fallmann, Athletiktrainer Patrick Schagerl und Tormanntrainer Wolfgang Haunschmid (von links nach rechts). (Foto: SKU)

Die Hütteldorfer landeten beim 2:1-Derbysieg über Young Violets zuletzt einen überaus wichtigen Sieg, denn in den drei Runden davor holten sie nur einen einzigen Punkt. Mit sechzehn Zählern auf dem Konto und Tabellenplatz elf ging der Gegner aus einer gesicherten Position in dieses letzte Hinrundenspiel. Der SKU wollte die Siegesserie aber unbedingt fortsetzen und sich für die beiden Niederlagen im letzten Jahr revanchieren. Jochen Fallmann sah dabei in der Startelf des Gegners seinen Sohn Pascal am rechten Flügel auflaufen.

Blitzstart von Rapid, SKU antwortet prompt

Nach einer kurzen Phase des Abtastens gelang den Gästen ein Auftakt nach Maß. Bernhard Zimmermann kam knapp außerhalb der Strafraumgrenze an den Ball und schoss völlig ungehindert ein. Dennis Verwüster berührte das Leder zwar mit den Fingerspitzen, der Ball schlug jedoch in der langen Ecke zum 0:1 ein (5.).

Schock

Amstetten brauchte einige Minuten, um den Schock zu verdauen. Nach zehn Spielminuten wäre der Ausgleich beinahe früh geglückt, Stefan Feiertag scheiterte aber mit dem Kopf aus sehr guter Position. Weitere fünf Minuten später jubelte Amstetten dann aber doch! Thomas Mayer spielte den Ball von rechts an die lange Stange zu Philipp Schellnegger und der neue Spielstand lautete 1:1. Der in den letzten Runden so treffsichere Flügelspieler traf auch dieses Mal und schloss die herrliche Aktion mit dem Ausgleichstreffer ab.

Schnelles Spiel

Auch im weiteren Verlauf blieb das Spiel schnell, von beiden Seiten wurde dem Publikum guter Offensivfußball geboten. Stefan Feiertag ließ in der 22. Minute eine gute Konterchance ungenützt. Auf der Gegenseite scheiterte Adrian Hajdari an Keeper Verwüster, der mit einer Fußabwehr einen neuerlichen Rückstand verhinderte.

Rapid trifft erneut

In der 36. Minute fiel er dann doch, der zweite Führungstreffer der Gäste. Die Wiener behaupteten im Angriffsdrittel mehrere Male den Ball und Oliver Strunz konnte überlegt zum nicht unverdienten 1:2 vollenden. Die SKU-Abwehr wirkte ohne den erkrankten Abwehrchef Marco Stark merklich verunsichert und hatte dann bis zum Pausenpfiff einige Male Glück, dass der Rückstand nicht noch höher ausfiel. Der SKU hatte bis zur Halbzeit nicht entsprechend Zugriff auf Spiel und Gegner und ging mit einem Rückstand in die Pause.

Druck nach vorne

Nach Wiederbeginn probierte Amstetten in unveränderter Formation zurück ins Spiel zu kommen. Das Spiel wurde nun härter und Amstetten entwickelte mehr Druck nach vorne. Nach einer Stunde Spielzeit nahm Jochen Fallmann einen Dreifachwechsel vor. Die frischen Kräfte sollten an den Flanken für frischen Wind sorgen.

Wale Musa Alli gleicht aus

Nur fünf Minuten danach trugen die Rochaden Früchte. Philipp Schellnegger drang am rechten Flügel bis zur Grundlinie durch und brachte das Leder scharf zur Mitte. Der eben erst ins Spiel gekommene Wale Musa Alli war an der langen Stange zur Stelle und schoss aus kurzer Distanz zum 2:2 ein. Der SKU drängte nun vehement und war nun Chef im Ring. Auch das Publikum war nun voll da und wollte noch den Sieg!

Amstetten dreht das Spiel

In der 80. Minute verwandelte Stefan Feiertag das Ertl-Glas-Stadion in ein Tollhaus! Der bisher glücklos gebliebene Stürmer konnte von Dalibor Velimirovic nur mit einem Foul gestoppt werden. Schiri Jäger entschied sofort auf Elfmeter und der gefoulte übernahm selbst die Verantwortung. Feiertag verwandelte den Penalty und traf vom Punkt zum 3:2. Velimirovic musste zuvor nach roter Karte runter. Stefan Feiertag machte gleich darauf John Frederiksen Platz und auch diese Maßnahme sollte ein Goldgriff werden. Mit seiner zweiten Ballberührung stellte der 2-Meter-Mann auf 4:2. In der Nachspielzeit machte Philipp Schellnegger den Deckel drauf und traf mit seinem zweiten Tor an diesem Abend zum 5:2-Endstand. Die mustergültige Vorarbeit lieferte der lange verletzt gewesene Bojan Mustecic mit einem herrlichen Zuspiel in die Schnittstelle.

Furioser Erfolg

Nach einem holprigen Start in die Partie verwandelte die Heimmannschaft das letzte Heimspiel noch in einen furiosen Erfolg. Amstetten blieb damit im Herbst zu Hause ungeschlagen und fuhr den sechsten Sieg in Folge ein.

Bereits am kommenden Wochenende folgt der Auftakt zur Rückrunde mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenvierten Floridsdorfer AC. ORF Sport + überträgt dieses Schlagerspiel am Freitag, 26.11.2021 live. Danach geht es in die verdiente Winterpause!

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