Internationales Lob für die Premiere der Ladies Open Amstetten
AMSTETTEN. „Ich habe noch nie bei einem so gut organisierten ITF-W75-Event gespielt wie hier in Amstetten“, streute nicht nur Doppelsiegerin Eva Vedder aus den Niederlanden dem Veranstalterteam um Thomas Dappers nach dem Finale der Ladies Open Amstetten powered by Sportland Niederösterreich Rosen. Die Organisation war auch laut Welt-Tennisverband ITF perfekt, viele der Spielerinnen aus 21 Nationen verliehen ihrer Begeisterung über das Turnier auch auf ihren Social Media-Portalen Ausdruck.

Dementsprechend positiv bilanzierte auch Thomas Dappers nach dem trotz großer Hitze sehr gut besuchten Finale: „Natürlich fällt jetzt eine große Last vom gesamten Team ab. Der enorm positive Zuspruch von ITF, Sponsoren und vor allem Spielerinnen gibt uns riesige Motivation für eine Neuauflage im Jahr 2025. Wir haben aber auch schon begonnen zu analysieren und viele Ideen für Verbesserungen.“
Ganz besonders bedankte sich Dappers anlässlich der Siegerinnen-Zeremonie bei den vielen Freiwilligen und den Ballkindern, die von Tag eins an großer Hitze ausgesetzt waren und bei den großteils regionalen Sponsoren, die das 60.000 Dollar-Turnier erst ermöglichten.
Kraus-Bezwingerin Elena Pridankina holt sich den Sieg
Sportlich war das Turnier auf hohem internationalen Niveau angesiedelt. Die erst 18-jährige Russin Elena Pridankina überstrahlte letztendlich alles. Sie gab im gesamten Turnierverlauf keinen Satz ab, bezwang im Viertelfinale Österreichs Nummer 1 Sinja Kraus bei ihrem Comeback und ließ mit ihrem Power-Tennis auch Finalgegnerin Valeriya Strakhova aus der Ukraine beim 6:0, 6:4-Erfolg keine Chance. „Ich bin mental und körperlich momentan sehr stark. Nächstes Jahr möchte ich bei allen Grand Slams im Hauptbewerb stehen“, setzte sich die Tochter des Ex-Trainers von US Open-Sieger Daniil Medwedew nach dem Finale hohe Ziele.
In Finalduell der Doppelspezialistinnen behielt überraschend die als Nummer 3 gesetzte spanisch-niederländische Paarung Yvonne Cavalle-Reimers und Eva Vedder gegen die top-gesetzten Tschechinnen Jesika Maleckova/Miriam Skoch mit 6:3 und 6:2 die Oberhand.
Bewährungsprobe für Semmelmeyer und Gruber
Aus Mostviertler Sicht war das Ladies Open Amstetten eine erste Bewährungsprobe für die 18-jährige Ybbserin Chiara Semmelmeyer und die 20-jährige Aschbacherin Lisa Gruber auf hohem internationalen Niveau.
Semmelmeyer hielt gegen die Deutsche Yana Morderger in der ersten Qualifikationsrunde in Satz 1 lange mit, unterlag schließlich mit 3:6 und 0:6. Lisa Gruber konnte gegen die starke Deutsche Mina Hodzic kein Game für sich verbuchen.
Trotzdem war das Turnier für Gruber eine sehr positive Erfahrung: „Ich habe ja erst am Vorabend meines Spieles erfahren, dass ich an der Qualifikation teilnehmen darf. Ich war aber schon sehr nervös, weil mich hier sehr viele Leute kennen und es so ein großes internationales Turnier ist. Jetzt möchte ich wenn möglich öfter international spielen.“


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