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AMSTETTEN. Die ATTAC-Regionalgruppe Mostviertel-West und die Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung luden zu einer Informationsveranstaltung über die Gründung der Bank für Gemeinwohl

  1 / 2   Seelsorger Markus Schlagnitweit und Andreas Grein und Roland Hainzl von der Regionalgruppe Gmunden des Projekts Bank für Gemeinwohl (v. l.)

AMSTETTEN. Die ATTAC-Regionalgruppe Mostviertel-West und die Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung luden zu einer Informationsveranstaltung über die Gründung der Bank für Gemeinwohl. Das Interesse an dieser Bank war sehr groß und der Rathaussaal war bis zum letzten Platz voll. Moderiert wurde die Veranstaltung von Hermann Wagner.Zum Auftakt analysierte der Akademiker- und Künstlerseelsorger Markus Schlagnitweit, der sich auch als Finanzexperte erwies, die Gründe für die aktuelle Finanzkrise. Demnach sei Geld vom Zahlungsmittel zur Ware mutiert und an den Finanzmärkten haben die klassischen Funktionen an Bedeutung verloren. Es entstanden undurchschaubare Finanzprodukte mit denen aus Geld mehr Geld gemacht werden soll. Als eine Gefahr für die Demokratie sieht Schlagnitweit den Machtanstieg der Finanzakteure.Ein Problem ist für Schlagnitweit, dass Geschäftsbanken, die wichtig für die Wirtschaft seien, nicht von den Investmentbanken, wo mit unterschiedlichem Risiko spekuliert werde, getrennt sind.Als Alternative zum derzeitigen Bankwesen ist die Bank für Gemeinwohl in der Gründungsphase. Andreas Grein und Roland Hainzl von der Regionalgruppe Gmunden des Projekts Bank für Gemeinwohl erklärten die Grundzüge dieser Bank. Die Bank für Gemeinwohl soll als AG von einer Genossenschaft getragen werden, in der demokratische Spielregeln gelten sollen. Als Ziel nannte Grein 30- bis 40.000 Genossenschafter. Die Genossenschaft wird alle Aktien der Bank besitzen und eine Akademie zur Weiterbildung betreiben. Derzeit befindet man sich beim Sammeln: Es soll ein Genossenschaftskapital von 15 Millionen Euro aufgebaut werden.Im Anschluss gab es eine kurze Diskussion, bei der Interessierte viele Fragen stellten. Auch Vertreter der regionalen Banken brachten sich mit kritischen Fragen in die Diskussion ein.Alle Informationen zur Bank für Gemeinwohl finden sich im Internet: www.mitgruenden.at


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