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AMSTETTEN. Robert Schuster, Bezirksstellenleiter der Arbeiterkammer, legte eine herzeigbare Bilanz über das erste Halbjahr 2018 vor.

Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiter Robert Schuster Foto: mott
Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiter Robert Schuster Foto: mott

AMSTETTEN. Robert Schuster, Bezirksstellenleiter der Arbeiterkammer, legte eine herzeigbare Bilanz über das erste Halbjahr 2018 vor.

Insgesamt hat die Bezirksstelle im ersten Halbjahr 3,51 Mio. Euro für Arbeitnehmer der Region erstritten, sagt Bezirksstellenleiter Robert Schuster. „Das umfasst sowohl die Steuerrückholaktion wie den Konsumentenschutz. Den größten Brocken macht naturgemäß unsere Hilfe bei Problemen am Arbeitsplatz oder in sozialrechtlichen Fragen aus.“

Anlaufstelle in allen Lebenslagen

Insgesamt haben sich 6.177 Ratsuchende an die Bezirksstelle gewandt. „Das zeigt, wie wichtig wir als Anlaufstelle in allen Lebenslagen sind“, sagt Schuster. Dieses Profil habe man auch mit zahlreichen Veranstaltungen geschärft. „Allein bei den Steuersparwochen hatten wir mehr als 1.700 Termine und es konnten rund 1,35 Mio. Euro vom Finanzamt zurückgeholt werden“, bilanziert er die Vielzahl von Veranstaltungen, die von AK-Experten im Bezirk durchgeführt werden.

Kündigungsentschädigung

Als Beispiel nennt Schuster den Fall eines 54-jährigen Außendienstmitarbeiters aus dem Bezirk Amstetten, der fast fünf Jahre im Verkauf beschäftigt war. „Da dem Dienstgeber Einkommen und Überstundenleistungen zu kostspielig waren, sollte er einer Änderungskündigung zustimmen. Diese verweigerte der Mostviertler nach einer Beratung durch die AK Amstetten. Das hätte sich negativ auf seine sozialrechtlichen Ansprüche, wie Arbeitslosengeld, Krankengeld und Alterspension, ausgewirkt“, berichtet Schuster. „Als ihm der Dienstgeber daraufhin eine zeitwidrige Dienstgeberkündigung zusandte, forderte die Arbeiterkammer erfolgreich eine Kündigungsentschädigung bis Ende September sowie weitere Ansprüche ein. Diese Ansprüche in Höhe von 19.032,70 Euro brutto wurden bereits an ihn überwiesen“, so Schuster über die erfolgreiche Intervention der AK.

Außergerichtliche Einigung

Schuster freut sich über eine Spezialität des Mostviertels: „Wenn wir für unsere Mitglieder intervenieren, müssen die Ansprüche nur in 20 bis 25 Prozent eingeklagt werden. Meist sehen die Mostviertler Arbeitgeber ein, dass das Geld den Arbeitnehmern zusteht und zahlen auch ohne Klage. Das spart uns und den Dienstgebern die Gerichtskosten und die Dienstnehmer bekommen ihr Geld in der Regel früher. „Das ist nicht überall so. Schuster nennt als Beispiel den Süden Niederösterreichs. Dort würden Dienstgeber oft nicht einmal auf die Interventionen reagieren und sie lassen es lieber auf Klagen ankommen.

Niederösterreich-Bilanz

Landesweit hat die AK Niederösterreich 78.000 Arbeitnehmern im ersten Halbjahr 2018 bei Problemen am Arbeitsplatz oder in sozialrechtlichen Fragen geholfen. „Wir haben mehr als 39 Millionen Euro für sie erkämpft“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. „Tausende Arbeitnehmer wandten sich heuer an die AK Niederösterreich, nachdem ihnen der Arbeitgeber zum Beispiel geleistete Überstunden nicht bezahlt hatte.“ Aus diesem Anlass kritisierte Wieser die „12-Stunden-Tag und 60- Stunden-Woche“-Regelung, die zu erhebliche Lohneinbußen für Arbeitnehmer mit sich brächte.

AK-Bilanz

1. Halbjahr 2018 – Bezirk Amstetten

Leistungen für Mitglieder

Beratungen: 6.177

Im Arbeits- und Sozialrecht eingebracht: 2.151.748 Euro

Davon Insolvenzvertretung:564.881 Euro

Für die Mitglieder insgesamt erreicht: 3.511.409 Euro


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