Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

AMSTETTEN. Eine Fülle von Maßnahmen soll zur Verbesserung des Kleinklimas in der Stadt Amstetten beitragen.

Lokalaugenschein in der Forstheide: (V.l.) StR Dominic Hörlezeder (Grüne), Siglinde Malleck, Sylvia Bartl und Dieter Stadlbauer vom Referat für Umwelt, Klima und kommunale Tiefbauten sowie Umweltgemeinderat Bernhard Wagner (SPÖ) Foto: Stadtgemeinde Amstetten

AMSTETTEN. Als Folge der Klimakatastrophe ist in Zukunft mit einer deutlichen Zunahme von sommerlichen Hitze- und Dürreperioden, Starkregenereignissen sowie der Häufigkeit von Stürmen auszugehen. Die Stadt Amstetten wird in Zukunft Maßnahmen setzen, um mit der Optimierung des Kleinklimas im Stadtgebiet die zu erwartenden Klimawandelfolgen abzufedern. Die Maßnahmen werden in einem Strategieplan fixiert.

Grundsatzbeschluss im Gemeinderat sicher

Ein Grundsatzbeschluss wird in der Gemeinderatssitzung am 27. März wohl von allen Parteien getragen werden, da im Ausschuss bereits Einigkeit herrscht.

„Urbane Lebensräume sind wegen der verdichteten Bebauung, des geringen Ausmaßes an Freiflächen sowie der hochgradigen Versiegelung und der meist schlechteren Durchlüftung von den Auswirkungen des Klimawandels besonders stark betroffen“, erklärte Dieter Stadlbauer, Leiter des Referates für Umwelt, Klima und Kommunale Tiefbauten.

Bündel an Maßnahmen

„Wir sind ohnehin schon spät dran, da in der Vergangenheit genug Fehler gemacht wurden“, erklärt Stadlbauer und sieht viele Maßnahmen, die umzusetzen sind. Dazu gehört unter anderem die Entsiegelung von Böden, damit das Regenwasser versickern kann. Auch die Errichtung neuer Wasserflächen kann sich Stadlbauer vorstellen, da Wasser eine Pufferwirkung bei Temperaturschwankungen hat. Auch der Ankauf von Waldflächen durch die Stadt, um den Baumbestand zu schützen, könnte in den Strategieplan einfließen.

Zur Beschattung von öffentlichem Raum könnte auch auf mobiles Grün zurück gegriffen werden. Darunter versteht man großdimensionierte Topfpflanzen, die an den betreffen Stellen aufgestellt werden.

Der Strategieplan soll auch für zukünftige Bauvorhaben Wirkung zeigen. „Wenn ein neuer Parkplatz errichtet wird, dann kann die Stadt konkrete Maßnahmen zur Beschattung oder eingebundene Grünstreifen vorschreiben. Stadlbauer hofft, dass für die Umsetzung des Strategieplans auch entsprechende Geldmittel zur Verfügung gestellt werden.

Urbaner Hitzeinseleffekt

„Die Sicherung und Ausweitung der grünen Infrastruktur ist eine effektive Maßnahme, mit der der urbane Hitzeinseleffekt vermindert werden könnte sowie die Lebensqualität der Menschen in der Stadt verbessert und die urbane Biodiversität gefördert werden“, erklärt Stadtrat Dominic Hörlezeder (Grüne). Bei der Entstehung des Quartier A sollen bereits bei der Planung die Maßnahmen des Strategieplans greifen.Der zu erstellende Strategieplan hat das Ziel, Planern und Architekten aufzuzeigen, welche Maßnahmen in ihrem Wirkungsbereich umgesetzt werden können. „Somit kann bereits frühzeitig in den verschiedenen Planungs- und Projektierungsprozessen das Potential von Maßnahmen analysiert werden, die dann aufbauend auf dem Strategieplan in weiterer Folge umgesetzt werden“, so Sylvia Bartl vom Referat für Umwelt, Klima und Kommunale Tiefbauten.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden