"Inland": Filmvorführung mit anschließendem Filmgespräch
AMSTETTEN. Zum Saisonauftakt und rechtzeitig zur Nationalratswahl zeigt der Verein Perspektive Kino den Film INLAND.

AMSTETTEN. Zum Saisonauftakt und rechtzeitig zur Nationalratswahl zeigt der Verein Perspektive Kino den Film INLAND – Ulli Gladiks brisantes Stimmungsbild ehemaliger Sozialdemokraten, die sich nun der FPÖ zugewendet haben. Der Film findet im Rahmen des Themenschwerpunkts „HandlungsSPIELRÄUME“ und in Kooperation mit dem „Aktionsforum Mehrwert“ statt. Im anschließenden Filmgespräch diskutieren die Gäste mit der Regisseurin persönlich über ihren Film.
Zum Film:
Die Wiener Arbeiterbezirke gelten als die Wiege der österreichischen Sozialdemokratie. Doch seit einigen Jahren muss die Partei in ihren angestammten Bezirken vermehrt Verluste verzeichnen, denn viele Menschen gehen gar nicht mehr zur Wahl oder wenden sich rechtspopulistischen Parteien zu. In ihrem neuen Film Inland begleitet und befragt Ulli Gladik über mehrer Jahre hinweg die Kellnerin Gitti, den arbeitslosen Alex und den Gemeindebediensteten Christian: Sie stammen zwar aus roten Arbeiterfamilien, setzen aber jetzt ihre Hoffnungen auf die FPÖ, denn alle drei haben Unbehagen gegenüber den Ausländern und sehnen sich nach einem besseren Leben für die „kleinen Leute“. Die Regisseurin gibt intime Einblicke in die Probleme, Ängste und Gesinnungen der Protagonisten und zeichnet so ein Bild einer sich im Umbruch befindenden Gesellschaft. Den Raum, in dem die Menschen alles sagen können, was ihnen am Herzen liegt, schafft Ulli Gladik, indem sie eine enge Verbindung zu ihren Gesprächspartnern herstellt. Herausgekommen ist dadurch ein Film, der die Interessen, Ängste und Wünsche von Menschen aufzeigt, die sonst nicht zu Wort kommen. Sonst leben sie nämlich in ihrer speziellen, eigenen Welt, so wie es auch die linke Seite der Gesellschaft tut. Inland ist ein Film, der diese Abgrenzung deutlich macht.


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