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AMSTETTEN. Der Leiter der Arbeiterkammer-Bezirksstelle Am­stetten, Robert Schuster, legte die Bilanz des ersten Halbjahres vor.

Robert Schuster, Leiter der Arbeiterkammer-Bezirksstelle Amstetten. Foto: mott
Robert Schuster, Leiter der Arbeiterkammer-Bezirksstelle Amstetten. Foto: mott

AMSTETTEN. In der Bezirksstelle Amstetten der Arbeiterkammer wurden im ersten Halbjahr 6.602 Beratungen durchgeführt und für die Mitglieder 3,25 Millionen Euro erzielt. Der Leiter der Arbeitkammer-Bezirksstelle Amstetten, Robert Schuster: „Das umfasst sowohl die Steuerrückholaktion wie den Konsumentenschutz.“

Der größte Anteil betreffe Hilfe bei Problemen am Arbeitsplatz. Die meisten Betriebe der Region arbeiten seriös aber es gibt immer wieder schwarze Schafe. Schuster nennt als Beispiel einen Mostviertler Betrieb, der notorisch die Entgeltfortzahlung bei Krankenständen verweigert – mit der Begründung: „Bei uns wird nur gezahlt, wenn gearbeitet wird.“ Die Fälle landen meist vor Gericht, wo gegen den Unternehmer entschieden wird. Schuster erklärt, dass es viele Dienstgeber gibt, bei denen man Probleme mit einem Gespräch lösen kann. Schuster: „Manchmal vereinbaren wir Ratenzahlungen, um es den Dienstgebern einfacher zu machen. Denn wir wollen ja auch nicht, dass Arbeitgeber in Konkurs und damit Arbeitsplätze verloren gehen.“

Als Beispiel für eine erfolgreiche Intervention nach einer Klage, berichtet Schuster von einer Angestellten, deren Arbeitsverhältnis vom Dienstgeber mit zehn Jahren berechnet wurde obwohl es 15 Jahre waren. Der Dienstnehmerin standen sechs Monatsgehälter als Abfertigung an – und der Dienstgeber zahlte nur drei. Zusammen mit dem ausständigen Zeitguthaben musste das Unternehmen rund 8.500 Euro nachzahlen.

Registrierung

Seit Juli müssen sich alle in Gesundheitsberufen Tätigen registieren lassen. Entsprechend groß war der Andrang bei der Arbeiterkammer als Registrierungsstelle. Schuster lobt die Mitarbeiter in der Geschäftsstelle Amstetten, die 600 Registrierungen durchführten.


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