Verwaltungsreform: „Alles aus einer Hand“
AMSTETTEN. In der Stadtverwaltung Amstetten sollen die Bereiche Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit, Soziales und Wohnen, Bildung sowie Kultur und Tourismus zentralisiert werden.

AMSTETTEN. Im Laufe des Jahres 2021 soll in Amstetten die Verwaltung der Bereiche Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit, Soziales und Wohnen, Bildung sowie Kultur und Tourismus reformiert werden. Unter dem Motto „Alles aus einer Hand“ werden diese Bereiche zentralisiert. Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP) definiert das Ziel der Refomen so: „Ziel ist, das Service für die Amstettnerinnen und Amstettner zu verbessern und optimieren.“
Umwelt, Energie, Soziales und Wohnen
Alle Themen im Bereich Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit, Soziales und Wohnen werden in einer Abteilung zusammengeführt, um alle Kompetenzen zu bündeln, berichtet Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder (Grüne).
Bildung
Der Bereich der Bildung vom Kindergarten bis zur Erwachsenenbildung wird zukünftig als ein großes Ganzes zentral von einer Stelle der Stadtverwaltung betreut. Bildungsstadträtin Doris Koch (ÖVP) betont die Bedeutung dieses Schritts, der eine optimale Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Stadt ermöglichen soll. Auch die Volkshochschule wird in dieses Konzept eingeflochten. Koch: „Neben den Pflichtschulen arbeiten wir auch mit den höheren Schulen betreffend eines Gesamtkonzepts für den Standort Amstetten eng zusammen.“
Ein wichtiger Punkt sei der Ausbau der Digitalisierung der Schulen. So sollen als erster Schritt alle Schulen an das Glasfasernetz angeschlossen werden.
Dachmarke Kulturprogramm Amstetten
Auch im Bereich Kultur und Tourismus werden die Karten neu gemischt. Die Kultur teilt sich zukünftig in die Bereiche Sommermusical, Mainstream und Kultur für Amstetten und seine Ortsteile. Darunter ist ein professionelles Management der vorhandenen Gebäude inklusive einer dazugehörigen Vermarktung geplant. Unter der Dachmarke „Kulturprogramm Amstetten“ läuft die Koordination der Veranstaltungen der AVB, in der Pölz-Halle, dem Schloss Ulmerfeld, im Rathaussaal, in der Remise, im Mozart und in den Wirtshäusern zusammen. Kulturstadtrat Stefan Jandl (ÖVP) erwartet sich, dass auf diese Weise bewährte Formate wie die Ars Femina und die Kulturwochen ausgeweitet werden und erklärt, dass jedes veranstaltungsaustragende Haus seine Besonderheit habe. Außerdem sollen mit der Zentralisierung terminliche Überschneidungen – wie etwa zwei einander konkurrierende Kabarettveranstaltungen an einem Abend – verhindert werden.
Tourismus
Im Bereich Tourismus, der auch zu den Agenden Jandls gehört, sieht dieser neue Chancen für Amstetten. Jandl erinnert daran, dass Amstetten Austragungsort sportlicher Großveranstaltungen war, davon aber touristisch zu wenig profitiert habe.
Einen Impetus für den Tourismus erhofft sich Jandl von der Bewerbung für die Landesausstellung 2026, in der das Schloss Ulmerfeld eine zentrale Rolle spielen solle. Jandl: „Das Schloss Ulmerfeld wird unser Aushängeschild mit großer Leuchtkraft.“
Fahrplan fixiert
In welcher personellen Besetzung die Reform umgesetzt werde, wollte Bürgermeister Haberhauer bei der Präsentation des Vorhabens nicht sagen. Er erwarte aber Ersparnisse dadurch, dass „Mitarbeiter zusammenfusioniert werden“. Das Vorhaben wird im Gemeinderat im Dezember abgesegnet. Wie weit das Projekt mit der SPÖ abgesprochen sei, wollte Haberhauer nicht konkretisieren. Mit der Umsetzung wird im zweiten Halbjahr 2021 begonnen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden