Allgemeines Lob für die Organisation der Testung
AMSTETTEN. Auch wenn die Zahl der Testwilligen hinter den Erwartungen geblieben ist, werten die Verantwortlichen die Massentestung als Erfolg.

AMSTETTEN. Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) ließ sich in ihrer Heimatstadt Amstetten testen und ist voll des Lobes für die „geniale Organisation“ in den Gemeinden Niederösterreichs. „Die Gemeinden haben das vorbildlich vorbereitet und es herrschte eine sehr gute Zusammenarbeit. Auch die Technik hat sehr gut funktioniert. Hier kam ein erprobtes System zum Einsatz“.
Lob für freiwillige Helfer
Besonders hebt Königsberger-Ludwig den Einsatz der zahlreichen freiwilligen Helfer hervor, die dazu beitrugen, die Testung reibungslos abzuwickeln. „Ärztinnen und Ärzte, das Bundesheer, die Feuerwehren, Rotes Kreuz, Arbeiter Samariterbund und viele Freiwillige – alle haben sehr gute Arbeit geleistet“.
Im Bezirk Amstetten kamen 32.540 zum Testen. „Ich bin von der Zahl nicht enttäuscht obwohl es Luft nach oben gibt“, so Königsberger-Ludwig. Immerhin seien in Niederösterreich 772 Menschen positiv getestet worden und davon sind bis jetzt auch beim PCR-Test 60 Prozent als positiv erkannt worden. (Stand 14. Dezember, Nachmittag) „Damit ist ein Teil der Ansteckungskette durchbrochen worden“.
Jüngere Generation am wenigsten bereit
Am wenigsten Testwillige gab es in der jüngeren Generation. In der Altersgruppe von 18 bis 34 Jahren kamen die wenigsten zum Testen. Hier gelte es vermehrt Aufklärungsarbeit zu leisten und ein geschärftes Bewusstsein zu schaffen. Von einem Anreizsystem, wie es stellenweise angedacht ist, hält Königsberger-Ludwig wenig. „Wenn manche Berufsgruppen zum Testen verpflichtet sind und andere mit Goodies angelockt werden, dann passt das nicht zusammen“.
„Knapp die Hälfte der Bürger erreicht“
Ardaggers Bürgermeister Hannes Pressl (ÖVP) hat das Testgeschehen in Ardagger sehr gut in seinen „Frühstücksnews“ dokumentiert.
Auch Pressl lobt den Einsatz bei Organisation und Durchführung der Tests: „35 Personen aus der Gemeinde haben freiwillig und ehrenamtlich mitgearbeitet und die Organisation in dieser Form erst möglich gemacht“. Die Beteiligung an der Testung beurteilt Pressl als gut: Rund 33 Prozent der Eingeladenen sind zum Test gekommen. Hinzu zählt Pressl sechs Prozent der Eingeladenen, die nicht kamen, weil sie bereits infiziert sind und weitere zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung, die nicht kamen, weil sie laufend in ihrem Betrieb oder bei einer Gesundheitseinrichtung bereits getestet werden. Pressl: „Alles zusammengerechnet sind die Testungen in den letzten Tagen und Wochen für knapp 50 Prozent der Bevölkerung bei uns ein guter Filter gewesen, um Infektionsketten zu unterbrechen“.
Erfolg in Amstetten
In der Stadt Amstetten wird die Testung ebenfalls als Erfolg gewertet. Zusammen mit den Menschen die aus beruflichen Gründen regelmäßig getestet werden, wurden geschätzt mindestens 40 Prozent der Amstettner Bürger aktuell getestet.
Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP) lobte das Zusammenspiel aller eingebundenen Organisationen – allen voran das Rote Kreuz, die Stadtgemeinde Amstetten, ebenso wie die Freiwillige Feuerwehr, die Polizei und alle weiteren freiwilligen Helfer. Das habe „optimal funktioniert“.
Ähnlich zufrieden zeigt sich auch Stadtamtsdirektorin Beatrix Lehner, bei der die zahlreichen Fäden der umfangreichen Logistik im Bereich der Stadtverwaltung zusammengelaufen sind: „Ich bin sehr froh, dass es gelungen ist, trotz vieler Unbekannter diese Aufgabe so gut umzusetzen.“


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