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App „Too Good To Go“ bewahrt Lebensmittel vor dem Wegwerfen - Partnerbetriebe im Bezirk Amstetten

Michaela Aichinger, 05.02.2021 19:57

BEZIRK. Die in Dänemark entwickelte App „Too Good To Go“ und ihre Partnerbetriebe haben der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt. Auch im Bezirk gibt es Partnerbetriebe.

Über die App erhält man günstige Überraschungssackerl. Foto: Too Good To Go
Über die App erhält man günstige Überraschungssackerl. Foto: Too Good To Go

Partner von „Too Good To Go“ sind Hotels, Supermärkte, Restaurants, Bäckereien und Geschäfte. Die App funktioniert so: Kunden (Waste Warriors) können sich kostenlos registrieren und bei den Partnerbetrieben mit Lebensmitteln gefüllte „Überraschungssackerl“ (Magic Bags) reservieren. Diese sind nach Erhalt einer Bestätigung zur Mittagszeit oder innerhalb einer gewissen Frist vor Ladenschluss abzuholen. Sollte beim Partnerbetrieb nichts übrigbleiben, kann er die Ware stornieren. Der Kunde erhält eine Mitteilung und bekommt das Geld zurücküberwiesen.

„Eine super Sache“

Ein Partnerbetrieb im Bezirk ist die Bäckerei Danecker. „Wir sind seit etwa einem Jahr bei „Too Good To Go“. Das ist eine super Sache – wir bieten diesen Service in allen fünf Filialen im Bezirk Amstetten an und müssen am Abend keine Lebensmittel mehr wegwerfen“, betont Inhaber Richard Palmetzhofer. Das tägliche Angebot an Sackerl zu je 3,99 Euro richte sich nach der Retourenmenge. „Wir verkaufen pro Tag etwa zehn Stück“, so Palmetzhofer.

Der Wert der Lebensmittel

Seit Jahresbeginn dabei ist das Café Exel in Amstetten. „Ich bin durch meine Schwiegermutter auf die Idee gekommen, Partnerbetrieb zu werden“, berichtet Inhaber Reinhard Bertl. 20 Sackerl seien schon über den Ladentisch gewandert. „Es geht mir darum, dass Lebensmittel nicht im Müll entsorgt werden. Dennoch finde ich, dass die Sackerl mehr kosten könnten. Dann wäre die Wertschätzung gegenüber dem Lebensmittel höher“, so Bertl.

Überlegung: eigene App

In die gleiche Kerbe schlägt Karl Heinz Kammerhofer von der Cafe Bäckerei Kammerhofer, der die Sackerl seit rund einem Jahr zu 2,99 Euro in St. Peter/Au und Seitenstetten anbietet und durchschnittlich etwa zwei Sackerl pro Tag verkauft. „Mit der App möchte ich mehr Kunden generieren und es ist natürlich gut, wenn kein Essen weggeworfen werden muss. Aber unsere Lebensmittel sind mehr wert, als 2,99 Euro pro Sackerl“, so Kammerhofer. Er überlegt, den Anbieter zu wechseln oder eine eigene App zu kreieren.

Übrigens: auch Spar Gourmet in Amstetten ist Partnerbetrieb von „Too Good To Go“.

Die App „Too Good To Go“ ist kostenlos im App Store und auf Google Play erhältlich.


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