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AMSTETTEN. Die Stadtgemeinde setzt auf hochwertige Glasfaseranbindungen für die Zukunft. Daher wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Stadtwerken Amstetten und der Kabel-TV Amstetten GmbH als regionalem Internetprovider geschlossen.

(v.l.) Joachim Brandstetter (Gruppenleiter Glasfaserinfrastruktur), Wolfgang Voglauer, ÖVP-Stadtrat Peter Pfaffeneder und ÖVP Ortsvorsteher Andreas Gruber beim Gespräch Foto: Stadtgemeinde Amstetten

Die Kabel-TV Amstetten GmbH kümmert sich um die Versorgung mit Glasfaserinternet und die Stadtwerke Amstetten stellen ihr umfangreiches Leerrohrnetz zur Verfügung. Dieses Leerrohrnetz wird im Zuge der laufenden Netzausbauten des Strom- sowie Wasserleitungsnetzes ständig erweitert.

Masterplan für Breitband-Ausbau

„Für den Versorgungsbereich der Stadtwerke Amstetten, also im Wesentlichen für das Stadtgebiet von Amstetten, wurde ein Breitband-Masterplan erstellt. Dieser sieht einen schrittweisen Ausbau vor“, erklärte Wolfgang Voglauer, Geschäftsführer der IKW Amstetten. In einem ersten Ausbauschritt werden unter Nutzung von speziellen Förderprogrammen die Schulstandorte der Stadtgemeinde mit Glasfaseranbindungen versorgt. Aufbauend auf diesen Glasfaserleitungen soll das Glasfasernetz unter Nutzung der Leerrohre der Stadtwerke schrittweise erweitert werden. „Vor allem Firmen aus Amstetten, aber auch Privathaushalten im jeweiligen Ausbaubereich kann dadurch hochwertiges Glasfaserinternet angeboten werden“, so VP-Stadtrat Peter Pfaffeneder.

Ausbauplan für ländliche Regionen

„Die ländlichen Regionen der Stadtgemeinde Amstetten sind in diesem Masterplan nicht berücksichtigt, da sie nicht zum Versorgungsbereich der Stadtwerke Amstetten gehören und dementsprechend auch keine Leerrohre bestehen“, erklärte VP-Ortsvorsteher Andreas Gruber im Rahmen der Besprechung mit Voglauer und Pfaffeneder. Im Rahmen einer Arbeitssitzung mit der IKW, die den Masterplan erstellt hat, wurden mögliche Lösungen für den ländlichen Raum erörtert.

Konzept des Landes

Das Breitbandkonzept des Landes NÖ sieht eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaserinternet bis zum Jahr 2030 niederösterreichweit vor. Dabei sollen die Ortszentren und die zentralen Siedlungsgebiete durch private Betreiber oder in ländlichen Gemeinden durch die nöGIG, die Breitbandtochter des Landes NÖ, ausgebaut werden. Aufbauend auf diesen Kernnetzen sollen die jeweiligen Gemeinden mit Unterstützung von Bundes- und Landesförderungen die Glasfasernetze im ländlichen Raum errichten.

Leerrohrnetz der Stadtwerke erweitern

Bei passenden Rahmenbedingungen kann somit auch das Leerrohrnetz der Stadtwerke bis in den ländlichen Raum erweitert werden. So wurden Möglichkeiten der Versorgung des Ortsteiles Haaberg diskutiert. In Haaberg sind für das heurige Jahr eine Generalsanierung der Straße und die Installation einer Straßenbeleuchtung geplant. Im Zuge der Verlegung der Beleuchtungskabel sollen auch Leerrohre für eine Glasfaserversorgung mitverlegt werden. Bis zur Trafostation bei der Haabergsiedlung bestehen fast durchgehend Leerrohre der Stadtwerke. Für eine Versorgung fehlt noch der Lückenschluss zum Dorf Haaberg. Als nächsten Schritt erfolgt eine Prüfung der Machbarkeit, wobei sich erschwerend auswirkt, dass es aktuell keine Förderungen für den Ausbau des ländlichen Raums gibt.


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